Leichenteile in Mülltonnen

"Satanistisches Ritual": Polizei hat schlimmen Verdacht

Nach dem Fund einer zerstückelten Leiche in Hessen vermuten Ermittler einen Mord im Zusammenhang mit einem mutmaßlich satanistischen Ritual.
Newsdesk Heute
10.08.2026, 15:55
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Ein halbes Jahr nach dem grausigen Fund einer zerstückelten Männerleiche in Mülltonnen in Hessen gehen die Ermittler jetzt von Mord im Zuge eines "satanistischen Rituals" aus. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat mittlerweile gegen eine 40-jährige Verdächtige eine entsprechende Antragsschrift in einem Sicherungsverfahren eingebracht, wie die Justiz am Montag bekanntgab.

Die Frau, die als Prostituierte gearbeitet haben soll, soll ihr Opfer – einen zufällig ausgewählten Mann – im Februar in Heusenstamm im Bezirk Offenbach getötet haben. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau aufgrund einer psychischen Erkrankung möglicherweise zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig war. Deshalb wurde auch kein Strafverfahren, sondern ein Sicherungsverfahren beantragt.

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Keine weiteren Details genannt

Zu weiteren Details zum Gesundheitszustand der Frau und zum angeblichen "satanistischen Ritual" wollte die Staatsanwaltschaft keine Auskunft geben. Der Sprecher verwies auf das kommende Verfahren. Jetzt prüft das Landesgericht Darmstadt die Antragsschrift und entscheidet, ob das Verfahren eröffnet wird.

Die Leichenteile des Mannes waren am 25. Februar verteilt in Mülltonnen in einem Gewerbegebiet in Heusenstamm gefunden worden. Zwei Tage später wurde die Verdächtige festgenommen, als sie versuchte, zu Fuß bei Schwedt in Brandenburg die Grenze nach Polen zu überqueren. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits nach ihr gefahndet.

Damals hieß es von den Ermittlern, dass die Frau im Gewerbegebiet als Prostituierte tätig war und vermutlich dort auf das Opfer getroffen ist. Weitere Informationen zur Identität des Mannes oder zu den genauen Hintergründen der Tat gab es damals nicht.

Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilt, soll die Tat "im Rahmen eines satanistischen Rituals" passiert sein. Eine freiwillige Beteiligung des Opfers sei ausgeschlossen. "Der Mann soll hiervon keine Kenntnis gehabt haben", erklärte die Anklagebehörde. Danach habe die Beschuldigte "dessen Leichnam zerteilt und in Mülltonnen entsorgt". Zur Identität des Opfers gibt es weiterhin keine Angaben.

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