Prozess wird Psycho-Krimi!

Für die ermittelnden Kriminalisten und den Staatsanwalt gelten die drei Brandanschläge auf die Linz Textil in Kleinmünchen mit mehr als 19 Millionen Euro Gesamtschaden als geklärt: An der Täterschaft des Staplerfahrers Christian Sch. (26) aus Linz sei nicht zu zweifeln. Vor Gericht bestritt der U-Häftling jegliche Brandstiftung.

Heute-Leser kennen die Vorgeschichte: Zwischen Oktober 2009 und Mitte Jänner waren die Werk- und Lagerhallen der Linz Textil dreimal in Flammen aufgegangen, führte der Millionenschaden auch zu empfindlichen Produktionsausfällen.

Die Ermittler des Landeskriminalamtes konzentrierten sich auf den Brand zu Jahresbeginn, der eindeutig auf die Tat eines Feuerteufels zurückzuführen war.

Auf Videoaufzeichnungen einer Überwachungskamera konnte der Angeklagte erkannt werden, als er sich vor Brandausbruch Zutritt zum Firmengelände verschaffte: Immerhin war Christian Sch. im Dezember fristlos entlassen worden - ein Racheakt?

Laut Gerichtspsychiater liegen beim Angeklagten schwere Persönlichkeitsstörungen vor. Der Prozess wurde bis Mitte September vertagt. 

Carlo Korosa

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