Sibel E. (Name von der Redaktion geändert) erholt sich nur langsam von einer Attacke direkt im Waggon der Straßenbahnlinie 6. Ein psychisch Kranker schlug Ende Februar aus heiterem Himmel auf den Kopf der Frau ein. Als unfassbaren Grund für sein Handeln gab er an, von einer telepathischen Nachricht der Frau provoziert worden zu sein.
Sibel E. (Name von der Redaktion geändert) erholt sich nur langsam von einer Attacke direkt im Waggon der . Ein psychisch Kranker schlug Ende Februar aus heiterem Himmel auf den Kopf der Frau ein. Als unfassbaren Grund für sein Handeln gab er an, von einer telepathischen Nachricht der Frau provoziert worden zu sein.
Das Opfer der Gewalttat fuhr am 21. Februar um 16.20 Uhr mit der Straßenbahnlinie 6 von Favoriten in Richtung Simmering. Sibel E. bemerkte den 27-Jährigen, der sich ihr gegenüber auf einen Platz setzte, zunächst nicht.
Wie Zeugen später berichteten, stand der Fahrgast plötzlich auf und schlug grundlos mehrmals auf den Kopf der 63-Jährigen ein. Die anderen Fahrgäste waren schockiert, ein älterer Mann versuchte zu helfen. Der Straßenbahnfahrer, der den Vorfall bemerkt hatte, fuhr bis zur nächsten Haltestelle (Geiereckstraße) weiter und hielt dort an.
Mehrmals in Psychiatrie behandelt
Polizisten nahmen den Tatverdächtigen daraufhin in der Geiselbergstraße fest. Er gab in der Einvernahme an, dass er eine "telepathische Nachricht" des Opfers erhalten und die Frau daher angegriffen habe.
Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger war der Verdächtige bereits in der Vergangenheit mehrmals verhaltensauffällig geworden und mindestens zehn Mal im Otto-Wagner-Spital behandelt worden.
Opfer hat Angst, mutmaßlichem Schläger wieder zu begegnen
Sibel E. wurde ins SMZ-Ost gebracht und dort stationär aufgenommen. Sie erlitt Verletzungen am Kopf und an den Händen. Neben den körperlichen Verletzungen wiegen auch die psychologischen Folgen schwer. "Meiner Mutter geht es psychisch nicht gut. Sie traut sich nicht auf die Straße und will auch nicht mehr ins Spital, weil der Verdächtige dort auftauchen könnte", erzählt Tochter Ebru im Gespräch mit "heute.at".
"Ich verstehe das nicht", sagt die 30-Jährige zur Tatsache, dass psychisch kranke Menschen wie der Tatverdächtige frei herumlaufen. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft in dieser Causa steht noch aus.