SPÖ, FPÖ und Grüne sind mögliche Kandidaten für ein neues Arbeitsübereinkommen in Oberösterreich. Der Landeshauptmann strebt in Zeiten der Krise eine Zusammenarbeit auf möglichst breiter Basis an.
Die Volkspartei ist nach dem Wahlsieg nun in der Lage, aus drei Parteien eine für die künftige Zusammenarbeit auszuwählen. Wen VP-Chef Pühringer bevorzugt, lässt er noch nicht erkennen. Ab Mittwoch laufen erste Gespräche mit den Chefs der anderen Fraktionen. Erst dann sollen konkrete Verhandlungen starten. Die Fortsetzung von Schwarz-Grün sei nur eine Möglichkeit. Auch wie eine künftige Zusammenarbeit aussehen könnte, lässt er offen: Es kann auch ein loseres Arbeitsübereinkommen als wie bisher mit den Grünen sein, erklärt Pühringer. Eine Kooperation mit der SPÖ unter Haider hält er prinzipiell für möglich, jedoch ist es sicherlich schwieriger, als mit den anderen Parteien, hält er fest.
Grünen-Chef Rudi Anschober hatte zwar vor der Wahl Koalitionsbedingungen gestellt, will derzeit jedoch nichts zum Thema Zusammenarbeit sagen. Ich gehe davon aus, dass Schwarz-Grün weiter macht, glaubt FP-Spitze Manfred Haimbuchner. Trotzdem sei er zu Gesprächen mit der ÖVP bereit, vorausgesetzt, es werden freiheitliche Themen realisiert, erklärt er. Intern scheint nun auch die Landesrat-Frage gelöst zu sein. Bisher war unklar, ob Klubchef Günther Steinkellner oder Haimbuchner selbst das Amt übernimmt. Der FP-Spitzenkandidat hat sich nun durchgesetzt. Steinkellner könnte Klubchef bleiben oder Dritter Landtagspräsident werden.
Jürgen Tröbinger