Purer Fahrspaß mit dem Porsche 911 Targa 4S

Einen wie Klassiker Porsche 911 zu fahren, ist immer eine Freude – egal welches Baujahr oder welche Generation. Doch es gibt eine Steigerung.

Kommen bei einem Porsche 911 die Ziffer 4 und der Buchstabe S hinzu, dann bedeutet das einerseits Vierradantrieb und andrerseits mehr Sportlichkeit, und damit Power. Targa steht für die Karosserievariante, bei der sich der Wagen in eine Art Cabrio umwandeln lässt, allerdings bei dem die Heckscheibe bleibt und nur das Dach – so wie eigentlich ein überdimensionales Schiebedach – verschwindet. Zusatzinfo für Juristen: Porsche besitzt das Namensrecht für die Bezeichnung "Targa", was auf italienisch "Schild" bedeutet.

Der 911 Targa 4S wird von einem drei Liter großen Sechszylinder-Boxermotor angetrieben, der 450 PS und 530 Newtonmeter Drehmoment zwischen 2.300 und 5.000 Umdrehungen liefert. Das entspricht einer Steigerung von 30 PS und 30 Nm im Vergleich zum Vorgängermodell, und erlaubt den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 4,2 Sekunden (ein Zehntel schneller als früher, für ganz Genaue).

Rennstrecke und Pendeln

Um die ganze Power sicher auf die Straße zu bringen, gibt es ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und den intelligenten Allradantrieb Porsche Traction Management. Puristen können übrigens optional ein Sieben-Gang-Schaltgetriebe haben. Dass das Beschleunigen, gepaart mit dem typischen Sound eines Porsche-Boxermotors und dem Sportauspuff, richtig Spaß macht, muss man niemandem erklären. Man muss sich auf öffentlichen Straßen sogar richtig beherrschen, um nicht den Wagen richtig auszureizen. Besonders beeindruckend ist das Kurvenfahren, wenn man die optionale Hinterachslenkung hat, die einen merklichen Unterschied bei der Geschwindigkeit macht.

Aber, wie immer bei Porsche ist der 911 Targa 4S nicht einfach eine brutale Rennmaschine sondern auch alltagstauglich. Man muss natürlich mit rund 12 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer rechnen, aber der Wagen fährt sich ruhig, sicher und entspannt – man muss sich auch als sportlich wenig geübter Fahrer nicht vor ihm fürchten. Dabei helfen das elektronisch geregelte Dämpfersystem und der Wet Mode zur automatischen Erkennung von Nässe – beides serienmäßig. Assistenzsysteme wie ein adaptiver Tempomat oder ein Spurhalteassistent tragen ebenfalls zum Komfort bei. Auch wenn letzterer nicht übermäßig verlässlich ist. Aber einen 911er fährt man eh am besten selber.

Für Transformers-Fans

Der Gepäckraum hat für einen Sportwagen eine brauchbare Größe. Man bekommt auf den Rücksitz zwar keine Erwachsenen, aber zumindest einen Kindersitz – wenn niemand am Beifahrersitz Platz nehmen muss. Kinder, aber auch Erwachsene, die Fans der "Transformers" sind, sind übrigens vom Ein- und Ausfahren des Dachs beeindruckt. Die Heckscheibe hebt sich an, die B-Säule klappt sich an den Schultern auf und das Dach wird nach hinten zwischen Motor und Heckscheibe geschoben. Das dauert 19 Sekunden und geht verständlicherweise nur im Stand.

Das alles ist natürlich nicht billig. Der Grundpreis für einen Targa 4S liegt bei 180.253 Euro. Wer Extras will, wie etwa die bereits erwähnte und höchst empfehlenswerte Hinterachslenkung (2.840 Euro) oder die Ganzlederausstattung (5.000 Euro), wird jedoch recht rasch die Schallmauer von 200.000 Euro durchstoßen. Aber wer schon 180.000 Euro für ein Auto ausgeben kann, der muss sich auch keine Gedanken um einen derartigen Aufpreis machen.

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