Putin könnte den USA Snowden "schenken"

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Wladimir Putin überlegt sich offenbar, Whistleblower Edward Snowden an die USA auszuliefern - als "Geschenk" für Donald Trump, wie "NBC News" berichtet.

Wladimir Putin überlegt sich offenbar, Whistleblower Edward Snowden an die USA auszuliefern – als "Geschenk" für Donald Trump, wie "NBC News" berichtet.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA an die Öffentlichkeit gebracht. Seit Juni 2013 wohnt er an einem geheimen Ort in Russland. Die USA fordern seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats. Auch Trump hatte den Whistleblower wiederholt einen "Spion" und "Verräter" genannt, der ausgeliefert werden müsse. Doch Russland hatte eine Abschiebung bisher immer abgelehnt.

Der frühere Sicherheitsberater Juan Zarate warnt vor dem "Geschenk" Putins. "Für Russland wäre es eine Win-Win-Situation. Sie haben von Snowden bereits die Informationen erhalten, die sie wollten. Und sie haben ihn ganz bestimmt benutzt, um die USA in Sachen Überwachung und Internet-Aktivität zu schlagen", sagte Zarate gegenüber "NBC News".

Das Weiße Haus hat die Gerüchte bisher nicht kommentiert. Trump hatte bei früherer Gelegenheit über Snowden getwittert: "Ich denke, er ist ein totaler Verräter, und ich würde mit ihm nicht zimperlich umgehen." Ein anderes Mal: "Wäre ich Präsident, Putin würde ihn ausliefern."

Snowdens Anwalt Ben Wizner sagte, man wisse bisher nichts über eine geplante Auslieferung. "Das Team Snowden hat keine solchen Signale erhalten und sieht keinen Grund zur Beunruhigung."

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