In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump hat Kreml-Chef Wladimir Putin versucht Europa zu beruhigen und seinem Amtskollegen dabei ein Versprechen gegeben. Demnach habe der russische Machthaber versichert, dass er gegenüber Europa keine aggressiven Absichten hege.
Demnach gebe es "keine aggressiven Pläne gegenüber Europa", sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow am Dienstag. Das Thema sei offenbar von Trump angesprochen worden da in Europa zuletzt die Angst vor russischen Sabotage- und Hybridaktionen gewachsen war
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP soll es in dem Gespräch zwischen Trump und Putin auch um die Ukraine gegangen sein. So soll der Kreml-Chef den US-Präsidenten über seine weiteren Kriegspläne informiert haben. Russland wolle weitere Geländegewinne erzielen und seine militärischen Ziele erreichen. Zudem gab man sich im Kreml siegessicher. Der "Sieg ist sehr nah", wird ein russischer Regierungsvertreter von AP zitiert.
Anders beurteilt das Institute for the Study of War (ISW) die Lage an der Front. Demnach würde Russland beim derzeitigen Vormarschtempo die noch nicht besetzten Teile der Region Donezk – wenn überhaupt – erst 2032 erobern.
Dennoch überzog Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit nächtlichen Angriffen. Dabei wurden mindestens 25 Menschen verletzt und über 50 Orte der Stadt beschädigt. Auch Wohnhäuser, Schulen und Geschäfte wurden getroffen. Laut dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha würde Putin die amerikanischen Friedensbemühungen dadurch untergraben.