Russlands Präsident Wladimir Putin war am Dienstag zu einem Arbeitsbesuch in Wien. Bei den Gesprächen mit Amtskollege Heinz Fischer und Kanzler Werner Faymann ging es unter anderem um die Ukraine. Der Kremlchef warnte einmal mehr vor Gewalt gegen russische Bürger.
Er habe zwar beim Parlament in Moskau beantragt, die Erlaubnis für einen zu setzen, so Putin. Das bedeute aber nicht, dass Russland die Lage in der Ukraine egal sei. "Wir werden die ethnischen Russen in der Ukraine sowie jene Ukrainer immer schützen, die unzertrennlich mit Russland verbunden sind. Ich hoffe, dass dazu die Streitkräfte nicht nötig sein werden", betonte der russische Staatschef.
Vorerst kein Einmarsch
Kurz vor seiner Ankunft hatte Putin den Föderationsrat in Moskau aufgefordert, die Erlaubnis zum Einmarsch in der Ukraine aufzuheben. Drei Tage vor dem EU-Gipfel kann dieser Schritt nicht nur als Entspannungsversuch gesehen werden, sondern auch als ein Versuch, weitere Sanktionen abzuwenden.
Feuerpause ignoriert
Am Montag hatten die Freischärler in der Ostukraine der Waffenruhe bis Freitag zugestimmt. Am Dienstag war es mit der Feuerpause aber schon wieder vorbei. In der Nähe der Stadt Slawjansk schossen die Separatisten einen der Armee ab. Alle Soldaten an Bord kamen ums Leben. Und diese Attacke war bei weitem nicht die einzige an diesem Tag.
Österreich baut Brücken
Trotz verteidigte die österreichische Staatsspitze den Besuch Putins. Das Land habe die Rolle eines Brückenbauers, sagte Bundeskanzler Faymann. Bundespräsident Fischer meinte, es sei wichtig, in der derzeitigen Situation "Kanäle offen zu halten und miteinander zu reden".
Demos gegen Putin
Begleitet wurde der Aufenthalt Putins von . Für Aufmerksamkeit sorgte vor allem der Regenbogenmarsch, die Aktivisten wandten sich gegen die restriktive russiche Gesetzgebung in Sachen Homosexualität.
South Stream unterschrieben
Im Rahmen der Visite unterzeichneten der russische Staatskonzern Gazprom und das Energieunternehmen OMV den Vertrag über den Bau des österreichischen Abschnitts der . Die umstrittene Pipeline soll Ende 2016 in Betrieb gehen. Damit würde russisches Gas ohne den Umweg über die krisengebeutelte Ukraine nach Österreich gelangen.
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