Putzfrau der Straches wirbelt Spesen-Staub auf

Heinz-Christian Strache mit Ehefrau Philippa
Heinz-Christian Strache mit Ehefrau Philippapicturedesk.com)
In der mutmaßlichen Spesen-Affäre rund um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache liefert eine Reinungskraft neue Vorwürfe, auch gegen Philippa Strache.

Seit März 2013 ist eine Reinigungskraft für die Familie Strache in der Wohnung in Klosterneuburg tätig – erlebte auch die "Ibiza-Affäre", die ihren Arbeitgeber als FPÖ-Chef und Vizekanzler zu Fall brachte, mit. In der darauf folgenden Spesenaffäre – Strache soll sich großte Teile seines Lebens auf FPÖ-Kosten finanziert haben – kommen nun aber neue Vorwürfe ausgerechnet von ihr. Hintergrund ist eine Aussage vor den Ermittlern, berichtet die "Krone".

"Auf diesem stand FPÖ drauf"

20 Stunden pro Woche sei die Reinigungskraft bei den Straches tätig gewesen, habe sie bei ihrer Einvernahme vor Ermittlern laut dem Bericht ausgesagt. Brisant ist die Antwort auf die Frage, wer für die Reinigungsarbeiten gezahlt hatte. Die Reinigungskraft gab nämlich laut "Krone" zu Protokoll: "Ich habe monatlich einen Lohnzettel erhalten. Auf diesem stand FPÖ drauf." Und weiter: "Aber seit der Ibiza-Affäre bekomme ich meinen Lohn von Herrn Strache überwiesen."

Bis zur "Ibiza-Affäre" sollen auch Putzmittel und andere Einkäufe per Rechnung über Straches Ex-Büroleiterin S. – sie gilt als Beschuldigte – abgerechnet worden sein. Nach dem "Ibiza-Skandal" seien dann Rechnungen im Haus der Straches hinterlassen worden und die Reinigungskraft sei später von den Straches persönlich ausgezahlt worden. Doch auch Philippa Strache wird von der Aussage beziehungsweise einem späteren Telefonat der Frau in Bedrängnis gebracht.

"Frau Strache" in Bedrängnis

Als die Ermittler Tage nach der Befragung der gebürtigen Polin per Telefon nachhakten, soll die Reinigungskraft weinend beklagt haben, dass "Frau Strache" bereits vor der Einvernahme mit ihr geschrien und sie bedrängt hätte, vor den Ermittlern anzugeben, dass die Rechnungen nicht über die Büroleiterin, sondern immer mit ihr persönlich abgerechnet worden seien. Brisant: Bei einer neuerlichen befragung nur Stunden später soll die Frau ausgesagt haben, dass sie von den Straches nich angewiesen worden sei, was sie zu Protokoll zu geben habe. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

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