Putzfrau Gabi: "Die gute Seele" vom Bahnhof Baden

Seit zehn Jahren ist Gabi Wächter als Reinigungskraft am Bahnhof Baden angestellt, mittlerweile kennt sie dort fast jeder, der regelmäßig Bahn fährt.
In ihrem Büro sammelt Gabi Wächter die vielen positiven Zuschriften, die sie für ihre Arbeit am Bahnhof in Baden bekommt. Sie freut sich über jede einzelne. Frau Wächter ist dort seit zehn Jahren als Reinigungskraft angestellt. Für viele ist sie aber viel mehr als das.

"Es gibt viele, die einsam sind und sich freuen, wenn man ein paar freundliche Worte mit ihnen wechselt", erzählt sie und hat immer ein offenes Ohr. Die Menschen schätzen, dass da jemand ist, der sich auch um sie sorgt und immer ein achtsames Auge fur ihre Bedurfnisse und Sorgen hat.

"Ein bisschen Herz muss sein"

Ihre eigentliche Hauptaufgabe, das Putzen, kommt dennoch nie zu kurz. "Fur mich bedeutet Putzen vor allem Gründlichkeit. Manche sagen, ich spinne ein bisschen, weil ich jede Kleinigkeit sehe. Aber ich möchte das so. Statt zweimal gehe ich halt drei- oder viermal durch", sagt Wächter. "Jeder geht für sein Gehalt arbeiten – ich auch. Aber ein bisschen ein Herz muss dabei sein."

CommentCreated with Sketch.3 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Mit dem Vorurteil, dass man als Reinigungskraft nichts im Kopf haben kann, räumt Wächter auch gleich auf. Denn privat hat sie alles andere als seichte Hobbys. Sie liest sehr viel und ist ein großer Opern-Fan, Anna Netrebko ist ihr Liebling. Manchmal wirft sie sich nach einem Wochenenddienst auch in Schale und gönnt sich im Casino am Kurpark ein Gläschen Sekt, wie es sich für eine Dame der Stadt gehört.

(min)

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