Quarantäne-Chaos nach positiven Coronatests in Schule

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Schule CoronaRoland Mühlanger / picturedesk.com
Zwei Schüler der vierten Klasse eines Gymnasiums im Bezirk Tulln wurden positiv getestet. Verwirrend: Die Bescheide fielen unterschiedlich aus.

Quarantäne oder nicht Quarantäne? Gilt der Gurgeltest oder gilt er nicht? All diese Fragen beschäftigte Eltern von Schülern eines Gymnasiums im Bezirk Tulln. Zwei Schüler einer vierten Klasse wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Eltern wurden aufgefordert ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken.

Drei verschiedene Bescheide

Doch dann fing erst das Chaos an. "Wir haben innerhalb von 24 Stunden drei verschiedene Bescheide der zuständigen Gesundheitsbehörde erhalten. Es ist alles verwirrend", so ein besorgter Vater. Die ersten Bescheide waren laut ihm falsch, da nicht berücksichtigt wurde, welche Kinder bereits geimpft sind und welche nicht. Daher mussten alle Kinder zur verpflichtenden PCR-Testung. Dann wurde es noch komplizierter.

Gurgeltest nicht gültig

"Uns wurde am Telefon mitgeteilt, dass der von uns gemachte PCR Test von "Alles gurgelt" in Wien (der international anerkannt wird) in Niederösterreich nicht gültig sei und wir umgehend mit unserem 13-jährigen Sohn eine Teststraße des Landes aufsuchen sollen", berichtet der Vater weiter. Doch die Teststraße hatte zu dem Zeitpunkt nach 16 Uhr bereits geschlossen. "Wir gingen dann gleich am nächsten Tag vor der Arbeit erneut zum PCR Test mit dem Kind. Doch das hätten wir uns sparen können", resümiert er. Denn: Als sie wieder zu Hause angekommen waren, kam eine Email von der Behörde, dass der Test in der Teststraße doch nicht notwendig sei. Die Kinder würden ohnehin in der Schule getestet werden.

Zwei Schultage versäumt

Dann hieß es für sein vollimmunisiertes Kind wieder ab in die Schule. Zwei Schultage sind mit dem hin und her komplett ausgefallen. Laut dem Vater sind jetzt alle Kinder - bis auf die zwei positiv getesteten Schüler - wieder in der Klasse. "Der aktuelle Bescheid unterscheidet immerhin jetzt zwischen immunisierten und nicht immunisierten Kindern", schmunzelt der Vater.  Und weiter:  "Dank dem Chaos hat unser Sohn gleich zwei negative Testergebnisse in der Tasche." Doch eines versteht er nicht:  Warum das 18 Monate nach dem 1. Lockdown nicht professioneller, nachvollziehbarer und zum Schutz der Kinder einfach besser organisiert werden kann, ist nur sehr schwer nachvollziehbar. 

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