Softguns sind realen Waffen sehr ähnlich und sorgen in der Öffentlichkeit mitunter für Ängste und Missverständnisse. Am Montag hatten vier Männer mit sogenannten Airsoft Guns in Hallein bei einem Holzlagerplatz herumhantiert und einen Einsatz von Polizisten mit Schutzausrüstung ausgelöst. Ein besorgter Anrainer hatte Alarm geschlagen. Das Quartett wird nun wegen Ordnungsstörung angezeigt.
Die von den Polizisten aufgefunden Waffen sahen Pistolen täuschend ähnlich. Für die Beamten war es nicht sofort ersichtlich, dass es sich bei dem Scharfschützengewehr, der Maschinenpistole und zwei weiteren Pistolen, die sie in dem Wagen der Männer entdeckt hatten, um keine echten Waffen handelte. "Die Waffen waren optisch für die Einsatzkräfte, auch aus nächster Nähe, nicht als Airsoft Guns zu erkennen", informierte am Dienstag die Landespolizeidirektion Salzburg.
Beamte mit kugelsicherer Weste
Gegen 22.00 Uhr hatte ein Anrufer am Telefon der Polizei aufgeregt berichtet, dass im Bereich des "Bruderlochweges" mehrere Männer mit Maschinenpistolen unterwegs seien. Als drei Sektorstreifen dort eintrafen, stießen sie auf einen Wagen mit deutschem Kennzeichen und vier Männer im Alter zwischen 19 und 26 Jahren. Drei stammen aus Salzburg, einer aus Deutschland. Ausgerüstet mit schusssicheren Westen und mit vorgehaltenen Langwaffen forderten die Polizisten die Vier auf, sich im Bereich des Fahrzeuges aufzustellen.
Erst nach der Sicherstellung der "Waffen" konnte die Polizei Entwarnung gegeben. Die Luftdruckgewehre wurden den Männern vorläufig abgenommen. Der Besitz von Airsoft Guns sei ab dem 18. Lebensjahr erlaubt, erklärte Polizei-Sprecher Anton Schentz. "Man kann aber damit nicht herumrennen wie man will. Das verbereitet Angst und Panik bei der Bevölkerung." Wer sich so verhalte, könne wegen Störung der Öffentlichen Ordnung angezeigt werden. Ausgenommen seien private Bereiche oder Plätze, wo man das gewerblich betreibe, so der Polizei-Sprecher.
Tragischer Fall in Niederösterreich
Welche tragischen Folgen der Einsatz von Softguns haben kann, zeigt der Fall jenes Tankstellenräubers, der am 3. Juli in Niederösterreich , was auch noch der Fall gewesen sei, als er auf der Beifahrerseite aus dem Auto stieg, sei das Feuer eröffnet, worden, hieß es nach der Obduktion der Leiche. Laut Polizei sei die Situation für die Beamten lebensbedrohlich gewesen, sie hätten die Schüsse abgegeben, um nicht selbst beschossen oder erschossen zu werden.