Quebec-Attentäter erkundigte sich über Gebetszeiten

Die Identität des Attentäters auf eine Moschee im kanadischen Quebec ist geklärt. Es handelt sich um den 27-jährigen Franko-Kanadier Alexandre B., berichten kanadische Medien. Er soll sich laut Medienberichten vor dem blutigen Attentat mit sechs Toten im Internet erkundigt haben, wann üblicherweise viele Menschen in der Moschee sind.

Die Identität des ist geklärt. Es handelt sich um den 27-jährigen Franko-Kanadier Alexandre B., berichten kanadische Medien. Er soll sich laut Medienberichten vor dem blutigen Attentat mit sechs Toten im Internet erkundigt haben, wann üblicherweise viele Menschen in der Moschee sind.

Der 27-jährige Alexandre B. war Student auf der renommierten Laval Universität in Quebec. Der unscheinbare junge Mann war laut Medienberichten auf mehrere Facebook-Gruppen aktiv und für seine markigen "antifeministischen und identitären Positionen" bekannt. Er folgte auf Facebook mehreren rechtsextremen Seiten und war unter anderem ein Facebook-Fan von Front-National-Chefin Marine Le Pen, wie Medien berichten.

Nachbarn beschrieben ihn gegenbüer "Radio Canada" als sehr ruhig und zurückgezogen. Mit seinem Zwillingsbruder teilte er sich eine Wohnung nahe des Islamzentrums, in dem er am Sonntag seine Bluttat beging.

"Möchte Protest durchführen"

Auf der Diskussionsplattform Reddit soll er zudem noch am Sonntag um 14.45 Uhr - also knapp drei Stunden vor dem blutigen Anschlag - die Community gefragt haben, an welchen Tagen am meisten Menschen in der Moschee seien. "Ich möchte nämlich bei der größten in meiner Stadt eine Protestaktion durchführen und zur richtigen Zeit dort sein", schrieb er dazu.

Drei Stunden später stürmte er maskiert und bewaffnet in die gut besuchte Moschee in Quebec und schoss dort auf die versammelte muslimische Gemeinde. Sechs Menschen starben, fünf weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. 15 weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. 

Stellte sich selbst der Polizei

Der Verdächtige wurde kurze Zeit später festgenommen. Er soll zunächst in einem Auto geflüchtet sein, sich dann aber selbst den Behörden gestellt haben. 

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat die Tat als "Terroranschlag gegen Muslime" bezeichnet. Am Montag drückte er in einer Rede im kanadischen Parlament sein Mitgefühl und seine Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und den Muslimen in Kanada aus.

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