Mit einem Gottesdienst in der Westminster Abbey wurde am Dienstag in London an den am 9. April 2021 verstorbenen Ehemann von Königin Elizabeth, Prinz Philip, erinnert. Die Andacht wurde vom Erzbischof von Canterbury Justin Welby abgehalten. Zuvor teilte der Buckingham-Palast mit, dass auch die 95-jährige Monarchin am Gottesdienst teilnehmen werde. Sie fuhr gegen 10.30 Uhr (Ortszeit) an der Seite ihres Sohnes Prinz Andrew von Windsor nach London, wie Paparazzi-Fotos im Vorfeld zeigten.
Die Queen, die während des Gottesdienstes sogar einige Tränen verdrückte, war maßgeblich an der Planung der rund 50-minütigen Veranstaltung beteiligt, hatte aber in den vergangenen Wochen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Genau aus diesen Gründen nahm sie auch den Seiteneingang der Abbey, und nahm anschließend neben Prinz Charles Platz.
Der Gottesdienst endete circa gegen 12.20 Uhr (Ortszeit). Wie die BBC berichtet, fuhr Königin Elizabeth sofort zurück nach Windsor, wo sie im Anschluss noch einige Gäste empfing.
Erwartet wurden etwa 1800 Familienmitglieder und Gäste. Dazu gehörten neben der Monarchin, Prinz Andrew und Prinz Charles natürlich auch andere Angehörige des britischen Königshauses. So etwa Herzogin Camilla, Herzogin Catherine und Prinz William kamen an der Seite mit Prinz George und Prinzessin Charlotte. Ihr jüngster Sohn blieb scheinbar zuhause im Kensington-Palast. Zudem betraten Prinz Edward und seine Ehefrau, Gräfin Sophie von Wessex mit ihren Kindern, Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank, Prinzessin Beatrice und Eduardo Mapelli Mozzi und Prinzessin Anne an der Seite ihres Mannes Timothy Laurence die Westminster Abbey.
Zudem kamen zahlreiche Vertreter des europäischen Hochadels. In einem großen schwarzen Reisebus fuhren Philips deutsche Verwandte, König Willem-Alexander der Niederlande mit seiner Ehefrau Königin Maxima und seiner Mutter Prinzessin Beatrix, Königin Letizia und König Felipe aus Spanien sowie Königin Silvia und König Carl Gustaf von Schweden vor. Ebenso reisten aus Belgien Königin Mathilde und König Philippe, aus Luxemburg Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa an. Margarita von Rumänien und ihr Ehemann Prinz Radu waren auch mit von der Partie, genauso wie Kronprinz Alexander und Kronprinzessin Katherine von Serbien.
Aus Monaco flog Fürst Albert an – ohne seine Ehefrau Fürstin Charléne. Königin Margrethe von Dänemark, eine gute Freundin von Königin Elizabeth und einzige weitere regierende Königin Europas, stand ebenfalls auf der Gästeliste. Auch Politiker und Politikerinnen waren unter den Besuchern. So etwa die britische Außenministerin Elizabeth Truss und Premierminister Boris Johnson. Daneben wurden 500 Vertreter und Vertreterinnen von Hilfsorganisationen und anderen Gruppen, die Philip unterstützte, eingeladen. Zwei fehlten jedoch beim Gedenkgottesdienst: Prinz Harry und Herzogin Meghan.
Zahlreiche Gäste trugen zu diesem Anlass dunkelgrün, das laut Royal-Experten und -Expertinnen zum einen als Edinburgh-Grün bekannt ist, andererseits aber auch die Lieblingsfarbe von Prinz Philip gewesen sein dürfte.