Quelle Österreich wirft endgültig das Handtuch

Seit heute ist es endgültig: Quelle Österreich wird demnächst einen Konkursantrag einbringen. Auch die verzweifelten Verhandlungen der letzten Tagen, doch noch einen Investor für den Standort in Linz zu finden, blieben erfolglos. 1.100 Quelle-Mitarbeitern steht nun die Kündigung bevor, weitere 900 Menschen - Quelle-Pensionisten und Quelle-Shop-Betreiber - sind indirekt von dem Aus betroffen.

"Als Vorstand der Quelle AG haben wir bis zur letzten Minute die allerletzten Möglichkeiten ausgeschöpft und bis zum Schluss intensiv daran gearbeitet, doch noch eine Überlebenschance für Quelle Österreich aufzutun. Doch der eigenständige Erfolgsweg von Quelle Österreich geht heute zu Ende", lautet das Statement von Quelle Österreich-Chef Wolfgang Binder.

Mehr als 2.000 Beschäftige von der Pleite betroffen

Der Konkursantrag für das Linzer Versandhaus wird in den nächsten Tagen vorbereitet. Neben den rund 1.100 Quelle-Beschäftigten sind von der Pleite rund 900 weitere Menschen im Raum Linz betroffen, so Otto Zotter vom Kreditschutzverband (KSV) in Linz laut APA. Dazu zählen rund 400 Quelle-Pensionisten und etwa 175 Quelle-Shop-Betreiber mit Angestellten.

Sozialstiftung und AMS-Notfallplan

Weiters trifft die Insolvenz rund 1.000 Gläubiger. Die Möglichkeit eines Zwangsausgleichs mit einer Quote von 20 Prozent für die Gläubiger sei jedoch nicht ganz auszuschließen, so Zotter.

Bereits letzte Woche kündigten Sozialminister Rudolf Hundstorfer und AMS-Oberösterreich-Chef Roman Obrovski die Einrichtung einer Sozialstiftung mit drei Millionen Euro und eines Notfallplans an, um die Kündigungen abzufedern.

80 Jahre Quelle nun Geschichte

Auch in Deutschland wird heute aller Voraussicht nach das endgültige Aus für den Quelle-Mutterkonzern beschlossen. Über 80 Jahre Quelle Deutschland und 50 Jahre Quelle Österreich sind mit dem heutigen Tag Geschichte.

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