Quelle-Rettung: Fortführung mit 500 Mitarbeitern

Für Quelle Österreich dürfte es doch noch ein halbwegs versöhnliches Happy End geben: Die Fortführung des insolventen Versandhauses scheint in verkleinerter Form nun doch gesichert zu sein. Zwei Investoren wollen das Unternehmen mit 500 der ursprünglich 1000 Mitarbeiter übernehmen.

Das erklärte der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (ÖVP) heute nach einem Runden Tisch zur Zukunft des Versandhauses.

Entscheidung in zehn Tagen

An dem Treffen namen Vertreter von AMS, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Betriebsrat und Land Oberösterreich teil. Sigl erklärte, die Chance auf einen Investor und damit auch künftig ein Unternehmen am Quelle-Standort, in dem rund 500 Mitarbeiter beschäftigt würden, sei groß. Er erwarte in den nächsten eineinhalb Wochen die Entscheidung.

Zwei Interessenten stehen bereit

Diese Einschätzung teilt auch Masseverwalter Erhard Hackl. "Es gibt zwei Interessenten, die im Februar starten wollen. Wer von ihnen das Unternehmen weiterführen wird, entscheidet der Gläubigerausschuss", so Hackl.

Ex-Chef Lenz könnte übernehmen

Schon seit längerem ist Ex-Quelle-Chef Martin Lenz als Investor im Gespräch. Der zweite Interessent soll laut Kurier der ehemalige Investmentbanker Mike Lielacher sein. Beide hätten bereits Pläne für die Fortführung des Versandbetriebs vorgelegt und sich mit dem Betriebsrat darauf verständigt, zumindest 500 Quelle-Mitarbeiter zu übernehmen.

Vorerst sind seit dem Konkurs von den rund 1000 Mitarbeitern 350 Beschäftigte aus dem Unternehmen ausgetreten. Mit 31. Jänner sollen weitere 350 bis 400 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, die übrigen Ende Februar.

APA/red.

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