"Deutsch-Wappler"

Raab: "Mit nassem Fleck im Schritt in Karlich Show"

Im Ö3-"Frühstück bei mir" spricht der Autor über peinliche Pannen, seine Kindheit – und warum ihn ein Gefühl bis heute nicht loslässt.
Heute Entertainment
26.04.2026, 20:59
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Seit Jahren zählt Thomas Raab zu den erfolgreichsten heimischen Krimi-Autoren, doch jetzt wagt er einen neuen Schritt. Mit seinem literarischen Kabarett-Programm "Verlesung" steht der 55-Jährige erstmals in einer ganz anderen Rolle auf der Bühne.

Im Ö3-"Frühstück bei mir" spricht er mit Claudia Stöckl offen über seinen ungewöhnlichen Weg, peinliche Momente und ein Gefühl, das ihn bis heute begleitet.

Der Anstoß für sein neues Bühnenprogramm kam aus dem Publikum selbst. "Ich habe immer wieder das Feedback bekommen, dass bei meinen Lesungen vor allem die Geschichten aus meinem Leben, die ich frei erzähle, so lustig sind", erzählt Raab.

„So versuche ich mich jetzt mit einem Abend über die Pointen und Peinlichkeiten meiner Karriere“
Thomas Raabüber sein erstes Kabarett-Programm

Auch Kabarett-Größen hätten ihn bestärkt, diesen Weg einzuschlagen. Jetzt setzt er genau dort an. "So versuche ich mich jetzt mit einem Abend über die Pointen und Peinlichkeiten meiner Karriere."

Material dafür hat er genug. Von seiner Schulzeit bis zu kuriosen TV-Momenten reicht die Palette. "Die Bandbreite der Stories reicht von meiner Zeit als absoluter 'Deutsch-Wappler' in der Schule bis zu einem Auftritt bei der "Barbara Karlich Show", bei dem ich mir Minuten vorher beim Händewaschen einen Schwall Wasser auf die Hose gespritzt habe und mit einem riesigen nassen Fleck im Schritt zur Show gegangen bin."

Auch bei Lesungen lief nicht immer alles glatt. So erinnert er sich an einen Termin in Brüssel. "Meine Lesung in der österreichischen Botschaft in Brüssel, als die damalige Bildungsministerin Claudia Schmied direkt vor mir eingeschlafen ist."

Kindheit voller Schuldgefühle

Neben Humor wurde es im Gespräch auch persönlich. Raab sprach über seine Kindheit als Sohn eines katholischen Priesters. Eine Situation, die ihn geprägt hat.

"Das Gefühl der Schuld und Scham hat meine Familie geprägt. Ich hatte immer das Gefühl, ich wachse versteckt auf und meine Eltern trauen sich nicht raus", so der Autor offen. Besonders belastend sei für ihn gewesen: "Ich hatte immer das Gefühl, eine Sünde zu tragen, die nicht meine ist."

Ein Gefühl, das ihn bis heute begleitet. "Dieses unterschwellige Gefühl, sich noch immer für sein Dasein entschuldigen oder auch sich verstecken zu müssen, ist mir irgendwie geblieben."

Liebe ohne große Streits

Auch privat gibt Raab Einblicke. Seit 21 Jahren ist er mit Schauspielerin Simone Heher verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Töchter. Das Erfolgsrezept ihrer Ehe klingt simpel. "Wir haben uns abgewöhnt, groß zu streiten, weil es hinten raus nichts bringt." Am Ende gehe es vor allem um eines: "Es ist ganz einfach, unser Ziel ist, dass es weitergeht."

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