"Racing Twins": "Papa fuhr mit Schumi, Lauda ist Idol"

Alesia und Jaqueline Kreutzpointner geben in der GT4 Gas
Alesia und Jaqueline Kreutzpointner geben in der GT4 Gaszvg
Die "Racing Twins" geben Vollgas! Alesia und Jacqueline Kreutzpointner fordern beim Gastspiel der GT-Serie in Spielberg die männliche Konkurrenz.

Die 21-jährigen Deutschen geben bei den GT4-Rennen am Samstag (15.40 Uhr) und Sonntag (14.40 Uhr) im 431-PS-BMW Gas. Sie haben Benzin im Blut, wie sie "Heute" erzählen. "Unser Papa Fritz wurde mit Michael Schumacher und Karl Wendlinger 1991 Fünfter in Le Mans. Außerdem fuhr er in der DTM und wurde Truck-Europameister."

Die PS-Leidenschaft übertrug sich auf die Töchter – allerdings ungewollt. "Wir waren in der Akrobatik und im Leistungsturnen erfolgreich. Papa war dagegen, dass wir Motorsport machen. Wir haben uns aber mit 18 entschieden, dass wir das machen wollen." Konsequenz:  "Wir haben die Rennlizenz heimlich gemacht." Der anfängliche Widerstand ("als er unsere Freude auf der Rennstrecke sah, gab Papa nach") verbindet die Kreutzpointner-Schwestern mit ihrem Idol Niki Lauda. "Sein Wille, sein Comeback nach dem Feuer-Unfall sind beeindruckend." Auch Formel-1-Champ Lewis Hamilton ist ein Vorbild: "Er ist datenverrückt, niemand analysiert genauer." Und Schumacher? "Gehört zu unserer Kindheit. Mit den Geschichten sind wir aufgewachsen."

Ist die Formel 1 ein Ziel? "Lieber die Langstrecke wie Le Mans. Uns gibt es nur im Doppelpack", grinsen die Zwillinge. Die Ähnlichkeit merkt man auch im Cockpit. "Wir sind uns auf der Strecke in den meisten Aspekten sehr ähnlich. Wenn man Unterschiede feststellen kann, dann nur in Kleinigkeiten. Am ehesten ist es von der Strecke abhängig. Manche Strecken liegen der einen mehr, manche der anderen."

Duelle gegeneinander wird es also nicht geben. Aber wer würde im Fall des Falles im Kampf um Platz eins zurückstecken? "Niemand", kommt die einstimmige Antwort. "Der Zweite ist ja der erste Verlierer." Deswegen soll in Spielberg ein starkes Ergebnis für das MRS-Team her. "Die Strecke sollte BMW liegen, deswegen hoffen wir auf ein Top-fünf-Ergebnis. Wir wohnen ganz in der Nähe von Salzburg, gleich hinter der Grenze. Deswegen waren wir schon oft als Zuschauerinnen da und kennen die Strecke gut."

Gute Ergebnisse sind auch eine gute Methode, um Macho-Sprüche abzuwürgen. "Die hören wir leider oft. Generell werden Frauen im Motorsport viel kritischer betrachtet, als Männer. Ihre Leistungen werden ausführlicher besprochen. Passiert ein Fehler, ist das viel länger ein Thema als bei einem Mann. Wir werden genauer und kritischer analysiert. Man muss härter arbeiten, um den gleichen Respekt zu bekommen." Doch die "Racing Twins" lassen sich nicht einschüchtern. "Wenn wir solche Sprüche zu hören bekommen, ignorieren wir sie, oder wir kontern."

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