Die Rad-Welt steht unter Schock! Die Königsetappe der Tour de Suisse wurde am Donnerstag von zwei schweren Stürzen überschattet. Magnus Sheffield (US) und Gino Mäder (Sz) verunfallten bei der Schlussabfahrt. Die Athleten erreichen dort bis zu 100 km/h.
Während Sheffield mit Prellungen und einer Gehirnerschütterung davon kam, erwischte es Mäder heftig. Der 26-Jährige lag reglos im Wasser, teilten die Organisatoren mit. Binnen zwei Minuten waren die Rettungskräfte bei Mäder – und reanimierten ihn. Anschließend wurde der Schweizer per Helikopter ins Krankenhaus Chur geflogen. "Die Schwere der Verletzungen ist noch nicht abschließend geklärt", heißt es.
Topstar Remco Evenepoel (Bel) erhebt Vorwürfe gegen die Tour-Organisation: "Das war keine schlaue Idee, das Ziel einer solchen Etappe nach einer Abfahrt zu platzieren. Aber man braucht offenbar immer noch mehr Spektakel. Es muss wohl einfach etwas passieren, damit man reagiert."
Zum Sportlichen: Österreichs Rad-Ass Felix Gall belegte Rang acht, kam mit 58 Sekunden Rückstand auf Ausreißer Juan Ayuso an. Der Osttiroler, der am Vortag das Gelbe Trikot erobert hatte, fiel in der Gesamtwertung auf Rang zwei zurück. Acht Sekunden fehlen auf den Dänen Mattias Skjelmose. Zwei Flachetappen und ein Einzelzeitfahren sind noch zu bestreiten.