Am Donnerstag kam es auf der vierten Etappe der Baskenland-Rundfahrt rund 35 Kilometer vor dem Ziel zu einem schweren Massensturz. In einer Rechtskurve rutschte ein Fahrer weg und viele weitere Fahrer folgten, darunter Primoz Roglic und Jonas Vingegaard, amtierender Sieger der Tour de France.
Besonders Vingegaard traf es übel. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Däne minutenlang in stabiler Seitenlage von Betreuern erstversorgt wurde. Sein Rücken war blutüberströmt. Er wurde auf einer Bahre samt Sauerstoff abtransportiert.
Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass Vingegaard keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitt. Wie sein Rennstall Visma-Lease a Bike mitteilte, zog sich der zweimalige Tour-de-France-Sieger einen Schlüsselbeinbruch und mehrere Rippenbrüche zu. Der 27-Jährige werde zur Sicherheit im Spital bleiben. Freitagvormittag folgte dann aber der Schock.
So teilte sein Team in einer erneuten Meldung mit, dass der Däne doch schwerer verletzt sei. So erlitt Vingegaard zusätzlich zu einem gebrochenen Schlüsselbein sowie mehreren gebrochenen Rippen auch eine Lungenquetschung sowie einen Pneumothorax.
Bei Letztgenanntem dringt Luft in den Spalt zwischen Lunge und Brustwand. Dadurch kann sich die Lunge nicht mehr so ausdehnen wie zuvor. Sie fällt in sich zusammen. Es kann zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen.