Österreich

Rad-Weg soll für Brücke "geopfert" werden

Heute Redaktion
14.09.2021, 12:59

Die von FPÖ-Stadtrat Markus Hein präsentierte Fußgänger- und Radlerbrücke sorgt weiter für Diskussion. Denn um das Geld für das Neun-Million-Euro-Projekt aufzutreiben, will Hein den Rad-Weg nach Wilhering und die Verbreiterung der Nibelungenbrücke "opfern".

Die von FPÖ-Stadtrat Markus Hein präsentierte Fußgänger- und Radlerbrücke sorgt weiter für Diskussionen. Denn um das Geld für das Neun-Millionen-Euro-Projekt aufzutreiben, will Hein den Rad-Weg nach Wilhering und die Verbreiterung der Nibelungenbrücke "opfern".
ÖVP und Grüne haben den Vorschlag einer nur für Fußgänger und Radfahrer, wohlwollend aufgenommen. Sie soll auf Höhe Brucknerhaus nach Urfahr führen. In spätestens drei Jahren wäre die Stahlkonstruktion fertig – rund neun Millionen Euro soll das Projekt kosten.

Und die Kosten sind natürlich das Problem. Denn die Linzer Stadtkasse ist leer. Doch Hein kann sich eine Realisierung durchaus vorstellen, indem man dafür andere Vorhaben einstellt.

Konkret kann er sich vorstellen, dass die Verbreiterung der Nibelungenbrücke doch nicht realisiert wird. Das würde schon fünf Millionen Euro bringen. Dazu könnte man sich den Rad-Weg nach Wilhering (Bez. Linz-Land) sparen. Kurios: Um den haben Stadt Linz und Land Oberösterreich schließlich jahrelang gestritten.

"Es geht mir um Prioritäten und ich denke, die Brücke ist wichtiger als der Radweg", sagt Hein. Am Montag präsentierte er sein Projekt im Verkehrsausschuss. (K)Ein Ergebnis: Die Parteien werden den Vorschlag intern besprechen. Am 16. Jänner wird weiter diskutiert.

Die SPÖ zeigt sich offen für das Projekt: "Wir sehen das vorgeschlagene Projekt mit Interesse, aber auch mit großer Skepsis", sagt Fraktionsvorsitzender Stefan Giegler. Vor allem was die Finanzierung und die technische Machbarkeit betrifft hat die SPÖ Bedenken.

Übrigens: Aus dem Budget der Stadt Linz für den Radverkehr würde sich das Projekt kaum verwirklichen lassen, denn da machte Finanzreferent Christian Forsterleitner (SPÖ) im Vorjahr gerade einmal 285.000 Euro locker. 

 

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