Nach zahlreichen schweren Unfällen und auch Toten wegen Rasens erhält die 2010 ausgebaute Steyrer Straße (B309), die die Anschlussstelle Enns-West der Westautobahn (A1) mit Steyr verbindet, nun eine Radarkette.
Acht Bodenkabinen werden errichtet, am 23. Oktober sollen die Messgeräte mit moderner Laserscanner-Technologie in Vollbetrieb gehen, hieß es in einer Pressekonferenz des Landes am Montag.
Seit der Verkehrsfreigabe am 24. Oktober 2010 hat sich die B309 als gefährlich erwiesen: Bei 47 Unfällen kamen Personen zu Schaden, 22 wurden schwer, 49 leicht verletzt. Vier Menschen kamen ums Leben.
Angesichts des hohen Grads der Missachtung der Tempolimits würden appellierende Maßnahmen nur mehr geringe, keinesfalls durchgängige Verhaltensänderungen bewirken, erklärten die zuständigen LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP) und Reinhold Entholzer (SPÖ). Die vorbeugende Wirkung sei nur mehr mit laufenden Geschwindigkeitskontrollen und damit verbundenen Sanktionen zu erzielen. Die Kosten für die neue Verkehrssicherheitsmaßnahme auf einer Strecke von knapp 18 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen beziffert das Land mit rund 350.000 Euro.