Welt

Radikal: Singapur verbietet Privatautos

Privatautos haben in Singapur keinen Platz mehr: Ab Februar 2018 dürfen im Inselstaat keine Pkw und Motorräder mehr neu zugelassen werden.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:45

Vorreiter oder zu radikal? Im kommenden Jahr wird Singapur keine neuen Pkw und Motorräder mehr zulassen – um ein stetiges Wachsen des Fahrzeugbestandes zu stoppen. Begründung des Inselstaates: Landknappheit und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes.

Bisher war die Wachstumsrate für den Fahrzeugbestand an Autos und Motorrädern auf 0,25 Prozent pro Jahr festgelegt. Im Jahr 2020 wird die neue Quote von 0,0 Prozent erneut überprüft. Nur noch Busse und Transport-Lastwagen dürfen ab Februar 2018 neu zugelassen werden. Singapur hat rund 5,6 Millionen Einwohner, im Inselstaat sind derzeit 600.000 Privat- und Mietwagen zugelassen. Zum Vergleich: In unserem Land waren im Jahr 2016 4,8 Millionen PKW auf den Straßen.

Auch Paris will Privat-Autos verbannen

Der Inselstaat Singapur hat große Pläne: In den kommenden fünf Jahren soll sehr viel Geld in das öffentliche Transportwesen investiert, die U-Bahn ausgebaut werden. Mit seinen radikalen Plänen steht Singapur nicht alleine da: Auch Paris will den PKW-Verkehr in Zukunft stark reduzieren. (isa)

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