Die geplante 2G-Regel auf der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) lässt weiterhin die Wogen hochgehen. Vor allem die FPÖ äußert massive Kritik an der Maßnahme und war auch bei der Demonstration am Dienstag zu gegen. Organisiert wurde der Protest von der blauen Studienvereinigung, dem "Ring freiheitlicher Studenten". Mit dabei war aber auch die Nationalratsabgeordnete Petra Steger.
Wenn ab 1. März für 21.000 Stundentinnen und Stunden an der WU die 2G-Regel gilt, ist für die Freiheitlichen ein neuer Tiefpunkt erreicht. Gemeinsam mit rund 500 Protestwilligen marschierten RFS und Petra Steger gegen die geplante Regelung auf. "Es ist absolut unfassbar, dass an der WU das Recht auf Bildung völlig willkürlich außer Kraft gesetzt und der freie Hochschulzugang für beendet erklärt wurde", meint Steger, die als Hauptrednerin an der Demo teilnahm, in einer Aussendung.
Sie beschwerte sich, dass nun nur noch Geimpften Bildung ermöglich werden würde und Ungeimpfte wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden würden. Die Tochter des ehemaligen Vizekanzlers Norbert Steger (ebenfalls FPÖ) sprach zudem davon, dass quer über dem Globus die Coronaregeln mittlerweile gelockert werden würden: "Während auf der ganzen Welt die Corona-Maßnahmen zu Ende gehen, wird das Corona-Regime an der WU immer radikaler".
Laut Steger seien derartige Maßnahmen zudem auch verfassungswidrig, sie fordert von Bildungsminister Martin Polaschek rasches eingreifen. "Die WU setzt hier nicht das Impfpflichtgesetz um, sondern missbraucht ihre Kompetenz für völlig evidenzbefreite Erziehungsmaßnahmen“, betonte Steger.
Ebenfalls hart ins Gericht ging Steger mit der ÖH-Vorsitzenden Keya Baier von GRAS. Diese hatte nämlich auf der Demorunde gemeinsam mit der Antifa Demo-Sperren errichtet und den Protestlern den Weg versperrt - "ein Skandal", findet Steiger. Nachdem auch eine Alternativroute blockiert wurde und ein Tumult entstanden ist, hat die Polizei entschlossen eingegriffen und den linksextremen Mob samt ÖH-Vorsitzender vom Campus gedrängt.
Die ÖH würde besonders auf rechte Studenten hintreten, kritisierte Steger, die den Rücktritt von Baier und die Auflösung der gesamten ÖH forderte. "Der Vorfall zeigt einmal mehr eindrucksvoll auf, dass die ÖH-Zwangsmitgliedschaft dringend abgeschafft werden muss. Die ÖH soll sich in Zukunft von der linksextremen Antifa finanzieren lassen“, so die FPÖ-Politikerin.