Wien

Radiologen fehlen! Streit wegen Suche mit Ärztekammer

Eine Ausschreibung lässt bei Ärztevertretern die Alarmglocken schrillen. Externe Fachärzte sollen Spitalspatienten untersuchen – wird privatisiert?
Wien Heute
17.09.2023, 17:21
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Im schlimmsten Fall mehrere Monate müssen Patienten in Wien auf einen MRT oder CT-Termin warten, wir berichteten. Nun sucht der Wiener Gesundheitsverbund (Wigev) externe Radiologen, die Patienten aus Spitälern übernehmen könnten.

"Privatisierung durch Hintertüre"

Die dazugehörige Ausschreibung sorgt für Aufregung in der Ärztekammer. Die Maßnahme würde eine "Privatisierung durch die Hintertüre" bedeuten, heißt es in einem Brief an "Heute".

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Werden Dienstposten eingespart?

"Es ist davon auszugehen, dass im Gegenzug Dienstposten eingespart werden", befürchtet die Kammer. Die Ärztevertreter wollen nun wissen, welche städtischen Kliniken in Wien von Einsparungen betroffen wären – und ob Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SP) den Auftrag dazu gegeben habe. Im Rathaus spielt man den Ball dem Gesundheitsverbund zu.

"Um die lückenlose Versorgung mit radiologischen Leistungen zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, muss sich der Gesundheitsverbund auch externer Dienstleister bedienen", erklärt Sprecher Markus Pederiva.

Es sei aber "selbstverständlich immer das oberste Ziel", den Leistungsbedarf in der Radiologie "durch angestellte Fachärztinnen und –ärzte abdecken zu können."

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