Radioaktiver Fund in Garage

Radium-Becher aus Oma-Zeiten kann strafbar sein

In einer Garage fanden zwei Personen einen alten Trinkbecher. Er enthält radioaktives Material - der Besitz ist ohne Genehmigung strafbar.
06.11.2026, 15:14
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In einer Garage im deutschen Bundesland Hessen haben zwei Bürger einen Radium-Trinkbecher gefunden - und damit ungewollt einen Fall für den Strahlenschutz ausgelöst. Die Behörde stellte das Gerät sicher und warnt nun: Solche Becher sehen aus wie harmlose Sammelstücke, sind aber auch nach mehr als 100 Jahren noch gefährlich.

Radium-Trinkbecher wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in großen Stückzahlen hergestellt und verkauft. Sie sollten Wasser mit dem radioaktiven Edelgas Radon anreichern. Man versprach sich damals gesundheitliche Vorteile vom Trinken des behandelten Wassers - was heute als widerlegt gilt.

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Wegen der Halbwertszeit von 1600 Jahren enthält Radium-226 auch nach mehr als 100 Jahren noch rund 95 Prozent seiner ursprünglichen Radioaktivität, heißt es auf spiegel.de. Der Besitz eines solchen Radium-Trinkbechers gilt sogar als ordnungswidrig.

Was tun bei einem Fund?

Viele solcher Geräte dürften noch immer in privaten Haushalten liegen. Ihre Besitzer wissen oft nicht, dass sie radioaktives Material enthalten. Die Apparate gelangen etwa durch Erbschaften, Dachbodenfunde oder Käufe auf Flohmärkten und im Internet in Umlauf.

Wer einen solchen Trinkbecher findet, sollte ihn auf keinen Fall selbst öffnen oder über den Hausmüll entsorgen. Gefährlich wird es nämlich, wenn der Becher beschädigt wird - dann kann radioaktives Material freigesetzt werden. Am besten wendet man sich sofort an die zuständige Behörde.

tec, 06.11.2026, 15:14
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