In der vorletzten Runde des Czech Cups Mitte Mai kam es zur Katastrophe: Beim Rad-Straßenrennen in der Nähe von Brünn war ein Auto auf die Strecke gelangt, bremste hinter einer Kreuzung vor Radprofi Marco Friedrich ab. "Ich krachte in vollem Tempo in die Heckscheibe, ging zu Boden. Sofort wusste ich, dass ich mich jetzt nicht mehr bewegen darf", sagte er zu "Heute".
Noch bevor er ins Koma kippte, spürte der Steirer eine Blutlache unter seinem Kopf. "Ein Mechaniker drückte seine Hand auf meine klaffende Wunde, rettete mir so das Leben", so Friedrich. Zwei Liter Blut verlor der 24-Jährige, dessen halber Hals aufgeschlitzt und der sechste Halswirbel gebrochen war.
Nach der Not-OP in Tschechien kam er ins UKH Graz. Seit einer Woche ist der Profi wieder zu Hause. Dort kümmert sich nun seine Familie um ihn, denn er muss fast 24 Stunden liegen. "Ich will noch heuer Rennen fahren", gibt sich Friedrich kämpferisch – doch der Weg zurück ist schwer.
Sein Radteam Felbermayr-Simplon-Wels unterstützt ihn aber dabei. "Dafür bin ich sehr dankbar."