Radverkehr in Wien im Coronajahr 2020 um 12% gestiegen

Der Trend zum Radeln in Wien hält an. Durch die Coronakrise wurde das noch weiter beschleunigt, insgesamt ist der Radverkehr in Wien im Vorjahr um 12% gestiegen.
Der Trend zum Radeln in Wien hält an. Durch die Coronakrise wurde das noch weiter beschleunigt, insgesamt ist der Radverkehr in Wien im Vorjahr um 12% gestiegen.HERBERT PFARRHOFER / APA / picturedesk.com
Die Wiener treten immer öfter in die Pedale. Im Vorjahr ist der Anteil der Radler in Wien um 12% gestiegen – ein Trend, der wohl kommt, um zu bleiben.

Der Trend zu klimaverträglicher Mobilität in Wien setzt sich fort. Im Jahr 2020 stieg der Radverkehr im Vergleich zum Jahr davor um zwölf Prozent an. Das Coronavirus hat dazu beigetragen, dass noch mehr Menschen in Wien mit dem Rad unterwegs waren, aber der Trend stieg auch schon vor Corona. In Wien wird der Radverkehr an automatischen Zählstellen gemessen. Erstmals wurden im Jahr 2020 an vier der Zählstellen mehr als eine Million Radfahrende gezählt.

"Immer mehr Wienerinnen und Wiener sind umweltfreundlich unterwegs, was eine positive Entwicklung für die Klimamusterstadt Wien ist. Natürlich hat die Corona-Krise dazu beigetragen, dass mehr Menschen das Rad für ihre Wege genützt haben, aber der Trend zum Rad steigt erfreulicherweise schon länger. Wir werden den Radverkehr in unserer Stadt weiter fördern und – in Absprache mit den Bezirken - verstärkt in den Bau von Radinfrastruktur investieren. Sichere Radwege sind mir ein zentrales Anliegen", so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Stärkste Zuwächse im Frühjahr und Herbst

Den stärksten Zuwachs gab es im Mai und September 2020. Im Vergleich zum Jahr 2019 wurden im Mai 2020 um 45 Prozent mehr Radfahrende gezählt. Im September waren es um 23 Prozent mehr. Aber auch in der kalten Jahreszeit wurden im Jahr 2020 Rekordwerte erzielt. Im November gab es einen Anstieg um 19 Prozent. Im Dezember waren um 13 Prozent mehr Radfahrende unterwegs als im Vorjahr.

Besonders stark war der Anstieg im Mai (+45,5%) und im September (+23%)
Besonders stark war der Anstieg im Mai (+45,5%) und im September (+23%)Fahrrad Wien

Das Fahrradfahren in der Freizeit erlebt einen starken Aufschwung. Dies zeigt sich am deutlichsten bei der Zählstelle Wienzeile, an der 50 Prozent mehr Radfahrende gezählt wurden als im Vorjahr. Starke Steigerungen verzeichneten auch die Zählstellen am Donaukanal mit plus 33 Prozent und am Liesingbach mit sogar 36 Prozent Zuwachs. Dies liegt auch an den vermehrten Freizeit-Radfahrten zur Bewegung während der Lock-Downs.

An vier Zählstellen wurde die Million überschritten

An vier der automatischen Dauerzählstellen – Praterstern, Operngasse, Opernring und Lassallestraße -wurden im vergangenen Jahr mehr als eine Million Radfahrende gezählt. An der Zählstelle Lassallestraße wurde die Million erstmals überschritten. Es wurden dort über 160.000 Radfahrende mehr gezählt als im Vorjahr.

Der Tag mit dem meisten Radverkehr an einer Zählstelle im Jahr 2020 war am Dienstag, dem 30. Juni. An diesem Tag wurden am Opernring 10.389 Radfahrende gemessen. So viele Radfahrende wurden noch nie zuvor an einer Straße mit einer Zählstelle gezählt.

"Aufgrund der Pandemie nutzen noch mehr Menschen das Fahrrad, um Bewegung in ihren Alltag zu integrieren und gesund zu bleiben. Daher ist es wichtig, für die Mobilität mit dem Fahrrad Möglichkeiten und Platz zu schaffen," erklärt Martin Blum, Geschäftsführer der Mobilitätsagentur. Und: "Investitionen in den Radverkehr sind eine wesentliche Maßnahme für den Klimaschutz."

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