Ein Rätsel des Zodiac Killers gelöst

Die Identität des "Zodiac Killers" und seine meisten Botschaften sind bis heute ein Rätsel. 
Die Identität des "Zodiac Killers" und seine meisten Botschaften sind bis heute ein Rätsel. Picturedesk
Seit 50 Jahren hält ein Serienmörder die Welt mit seinen rätselhaften Botschaften in Atem. Die Crux: Sie sollen seine Identität preisgeben. 

Sein Markenzeichen war ein Kreis mit einem Kreuz. Daraus formte sich eine der berühmtesten Unterschriften aller Zeiten. Ende der 1960er Jahre beging der "Zodiac Killer" in North Carolina mindestens fünf Morde, er selbst spricht von 37 Opfern. Die Identität des Serienmörders ist bis heute unbekannt. Er behauptete, seine komplizierte Geheimschrift würde Hinweise darauf geben. 

Hobby-Detektive knacken Code des "Zodiac Killers"

Bei der Enträtselung dieser Chiffren ist nun erstmals ein Fortschritt eingetreten. Die Lösung von „Zodiac“-Chiffren wurde unter „True Crime“-Anhängern zu einer Art internationalem Wettbewerb. Nach einem halben Jahrhundert scheint die mysteriöse Kriminalgeschichte des "Zodiac Killers" einen Schritt näher an der Lösung des Rätsels angelangt zu sein. Ein dreköpfiges Hobby-Entschlüssler-Team schaffte nun, was Profis beim FBI und anderen Hobby-Detektiven 51 Jahre lang nicht gelang. Das Rätsel um eine der Botschaften des Zodiacs ist entschlüsselt. Dies gelang ihnen mit der Hilfe einer App.

Diese Woche lösten sie das Rätsel und informierten das FBI. Der Webdesigner Orchanak veröffentlichte Details auch auf YouTube. Die freiwilligen Detektive gaben an, in der Botschaft fänden sich keine Hinweise auf die Identität des „Zodiac-Killers“. Vielmehr handle es sich um Prahlerei: „Ich hoffe, Sie haben viel Spaß beim Versuch, mich zu fangen.“ Und weiter: „Ich habe keine Angst vor der Gaskammer, weil sie mich umso früher ins Paradies schicken wird, weil ich jetzt genug Sklaven habe, um für mich zu arbeiten.“

Nach 51 Jahren konnte der erste Teil des Rätsels um die Identität des Zodiac Killers und seine Chiffren entschlüsselt werden.
Nach 51 Jahren konnte der erste Teil des Rätsels um die Identität des Zodiac Killers und seine Chiffren entschlüsselt werden.istock

Serienmörder prahlt mit seinen "Sklaven"

In einer früheren Botschaft hatte der berüchtigte Mörder ähnliche Formulierungen genutzt: „Ich mag das Töten, weil es so viel Spaß macht“, hieß es darin. Wiederum bezog er sich auf „Sklaven“, die er angeblich sammelte, damit sie ihm im Jenseits dienten. Er schreibt auch „paradice“, wie er es schon in früheren Briefen gemacht hatte. Korrekt würde es auf Englisch „paradise“ heißen.

Nachdem er im August 1969 drei Menschen ermordet hatte, schickte der Zodiac Killer einen fast identischen Brief an drei Zeitungen. Darin gestand er seine Taten und beschrieb Details vom Tatort, die nur er (und die Polizei) wissen konnte. Seine Geständnisse gab er stets in Briefform ab. Jeder Brief enthielt ein Drittel eines Kryptogramms mit 408 Symbolen. Der Zodiac-Killer forderte die Zeitungen auf, die Briefe so zu veröffentlichen – sonst würde er wieder töten.

Das FBI bestätigte mittlerweile die Korrektheit des entzifferten Codes in einem Statement auf Twitter: 

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