Das Rätsel ist gelöst. Bilder von Iga Swiatek mit zugeklebtem Mund beim Training machten in den letzten Stunden im Netz die Runde und ließen die Tenniswelt rätseln. Nun brachte die 22-jährige Weltnummer 1 in Montreal Licht ins Dunkle.
Die Polin bestätigte, dass das Tape über dem Mund ihrer Atmung diene, wie einige Fans bereits vermuteten. "Ich verstehe es auch nicht ganz. Aber es ist schwieriger, so zu atmen und mein Puls geht in die Höhe", sagte Swiatek. Sie fügt an, es habe etwas mit ihrer Ausdauer zu tun. Ja, was denn – weiß die vierfache Grand-Slam-Sieger etwa selber nicht genau, wieso sie das tat?
Jein. Denn sie schob nach: "Ich werde es nicht genauer beschreiben, da ich keine Expertin bin." Sie habe einfach das getan, was ihr ihr Team aufgetragen habe, sie habe keine Fragen gestellt.
Aber sie gestand, dass das Training mit Tape alles schwieriger gemacht habe. Ob sich diese neue Trainingsmethode für Swiatek auszahlen wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Bei den Canadian Open in Montreal bestreitet Swiatek am Dienstag mit ihrer Partie gegen Karolina Pliskova aus Tschechien oder gegen die Chinesin Lin Zhu den Sechzehntelfinal. Swiatek ist erst 22 Jahre alt, hat aber bereits vier Grand-Slam-Titel gewonnen – die US Open 2022 und die French Open 2020, 2022 und 2023. Ab dem 28. August wird die Polin in New York versuchen, ihren Titel zu verteidigen.
Auch der Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic überrascht immer mal wieder mit Neuerungen. Zuletzt gab eine Metallscheibe auf seiner Brust zu reden. Nach Angaben des italienischen Herstellers Tao Technologies handelt es sich dabei um ein "nanotechnologisches Gerät, das die Wärme des Körpers in Licht umwandelt, das wiederum ins Nervensystem gesendet" wird. Der Körper komme so wieder ins Gleichgewicht. Darüber hinaus könne ein Patch zur "Steigerung der sportlichen Leistung und der Konzentration" beitragen.