Rätselhafte Andeutung bei Nepps Kür zum Wiener FPÖ-Chef

Seit Sonntag ist Dominik Nepp auch offiziell Parteichef der Wiener FPÖ. Bundesobmann Norbert Hofer kündigte "Enthüllungen" an.

Am Sonntag wurde Dominik Nepp offiziell zum Parteichef der Wiener FPÖ gewählt. Er holte 97,86 Prozent der gültigen Delegiertenstimmen. 385 Stimmzettel wurden abgegeben, 12 davon ungültig. Es gab keine Gegenkandidaten.

Der 39-Jährige sprach vor den Delegierten in der Messe Wien (auf ein virtuelles Treffen verzichtete man) von einer "großen Wählerrückholaktion". Nepp wetterte gegen das "Maskendiktat" und die "Wahnsinnigkeiten" der türkis-grünen Bundesregierung. Als Corona-Leugner wolle er sich aber nicht verstanden wissen.

"Für uns gibt es nur eines, nämlich Kraft, Entschlossenheit und Geschlossenheit", so Nepp. "Packen wir es gemeinsam an." Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP)  und der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kamen naturgemäß ebenfalls nicht gut weg.

Hofers Andeutung

Für Aufsehen sorgte aber FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer vor Nepps Rede. "Ich kann euch versprechen, dass sich die Dinge in den nächsten Monaten sehr verändern werden", so Hofer. "Im Mai dürfte es zu neuen Enthüllungen kommen, die die Regierungspolitik und insbesondere die ÖVP sehr erschüttern wird." Er rechne damit, dass nach diesen ominösen Enthüllungen SPÖ, ÖVP und FPÖ wieder gleich viele Stimmen haben werden.

Der Masken-Streit zwischen Hofer und Klubchef Herbert Kickl wurde übrigens beiseite gelegt. Kickl erschien mit Maske ("kein Problem") und sprach von einem "Schulterschluss" der verschiedenen FPÖ-Flügel. Die rund 400 maskierten Delegierten saßen in der Messe mit Abstand an Einzeltischen. Buffet gab es keines.

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