Häftling (38) soll in Stein Todesspritze bekommen haben

Wirbel um toten Stein-Häftling auf Instagram
Wirbel um toten Stein-Häftling auf InstagramHeute, Instagram-IBK
Ali C. (38) wurde nur 38 Jahre alt, starb in der Nacht auf Dienstag im Normalvollzug der Justizanstalt Stein (Krems). Die Umstände: etwas mysteriös.

Ali C. wurde am Dienstag (6.4.) tot im Normalvollzug der Justizanstalt Krems-Stein vorgefunden. Der Häftling soll davor gedroht haben, seinen jüngeren Bruder zu rächen (Anm.: wegen eines früheren Vorfalls zum Nachteil seines jüngeren Bruders).

Drogen im Häfen

Angeblich hatte der jüngere Bruder Drogen von dubioser Qualität erhalten, Ali C. soll sich schützend vor seinen Bruder gestellt haben. "Das mit den Drogen kann aber auch völliger Quatsch sein. Fakt ist: Er wollte seinen Bruder schützen bzw. verteidigen", so ein Gefangener der Justizanstalt Stein.

Am Ostermontag, um 11 Uhr wurde Ali C. in der Einzelzelle eingesperrt, am nächsten Morgen um 6 Uhr der Fund: Der Tschetschene (38) wurde leblos in seiner Einzelzelle gefunden (Anm.: war tagsüber in Mehrpersonenzelle und nachts in einer Einzelzelle). "Er war nach vorne gebeugt, im ersten Moment war nicht klar, ob er schläft oder tot ist", so ein Beamter aus Stein. Die Justizwachebeamten schlugen Alarm, riefen den Notarzt, doch Ali C. starb am Weg ins Spital.

"Todesinjektion durch Behörde"

In den sozialen Medien empört der Tod des 38-Jährigen. Radikale Kräfte behaupten auf Instagram: "Ali C. wurde am 5.4. in der Justizanstalt Stein durch eine Injektion der Behörden ermordet."

Die Todesursache ist unklar - ein Drogentod, Suizid oder natürlicher Tod gilt als wahrscheinlich. Anderseits sagt ein Insider: "Selbst wenn da ein anderer Häftling nachgeholfen hätte, könnte es als Suizid abgetan werden. Dass die Behörden da was injiziert hätten, ist aber absurd und abenteuerlich."

Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen. Laut einem weiteren Insider war das Brüderpaar sehr schwierig: "Beide hielten sich nie an Coronaregeln, hetzten sogar andere Mithäftlinge gegen Schtutzmaßnahmen auf. Und das, obwohl wir in Stein einen Cluster haben bzw. hatten. Der jüngere Bruder wurde mittlerweile in ein anderes Gefängnis verlegt, der ältere Tschetschene nachts in Einzelhaft gesteckt. Das ist alles. Isolationshaft gibt es nicht", so ein anderer Beamter.

Das sagt Ministerium

Offiziell heißt es dazu aus dem Justizministerium: "Der Insasse war Anfang der Woche bei einer Routinekontrolle des Haftraums nicht ansprechbar. Es wurden daher Erste Hilfe-Maßnahmen gesetzt und der Notarzt verständigt. Der Insasse verstarb in weiterer Folge im Krankenhaus. Wie in solchen Fällen üblich, wurde die Polizei verständigt und eine Obduktion in Auftrag gegeben. Die Todesursache wird nun untersucht. Nach erster Wahrnehmung der Anstaltsleitung liegen keine Anzeichen für Fremdverschulden vor."

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JustizKrems an der Donau

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