Wie die Familie des Italieners auf dessen Twitter-Account bekannt gab, verstarb Raiola nach schwerer Krankheit. Bereits am Donnerstag hatten Meldungen über das Ableben des Star-Beraters in italienischen Medien die Runde gemacht, diese entpuppten sich als falsch.
"Mino kämpfte bis zum Ende mit derselben Stärke, mit der er auch in Verhandlungen für seine Klienten gekämpft hat", hieß es in der Trauermeldung seiner Familie.
Raiola machte sich als schillernder Spielerberater einen Namen. Er betreute Stars wie Erling Haaland oder Zlatan Ibrahimovic, transferierte Romelu Lukaku um 85 Millionen Euro zu Manchester United, brachte Matthijs de Ligt für 75 Millionen Euro zu Juventus Turin und fädelte den 105 Millionen Euro schweren Wechsel von Paul Pogba von Juve zu Manchester United ein.
Nun bleibt allerdings die Frage: Was wird aus Raiolas Klienten-Kreis? In den letzten Wochen und Monaten stand vor allem Haaland im Mittelpunkt. Der Norweger kann Borussia Dortmund für die festgeschriebene Ablösesumme von 75 Millionen Euro verlassen. Manchester City gilt als aussichtsreichster Kandidat, doch auch Real Madrid und zuletzt immer wieder die Bayern wurden genannt. Unterschrieben ist der 350 Millionen Euro schwere Deal noch nicht.
Es wäre allerdings wohl nicht der einzige spektakuläre Transfer im kommenden Sommer. Auch Pogba möchte die "Red Devils" verlassen, Interimscoach Ralf Rangnick bezeichnete einen Abgang des Franzosen als "wahrscheinlich". Die beiden Ajax-Talente Noussair Mazraoui und Ryan Gravenberch stehen vor dem Wechsel zu den Bayern. Fix ist auch das nicht. Und Gianluigi Donnarumma erklärte zuletzt, mit der Torwart-Rotation bei Paris St.-Germain nicht zufrieden zu sein.
Auch wenn ohne Raiola selbst in seiner Agentur nichts lief, hat der Italiener eine fünfköpfige Agentur aufgebaut. Raiolas Neffe Vincenzo ist ebenso involviert wie sein 23-jähriger Sohn Mario. Wichtigster Mann war jedoch stets Jose Fortes Rodriguez, der als rechte Hand Raiolas galt. Nun liegt es an dem Trio, die Sommer-Transfers abzuwickeln.