Rakete stürzt über Wohngebiet ab

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Raketeistock
Über einem chinesischen Wohngebiet kam es zum Absturz eines Raketenteils. Die Bewohner wurden nicht evakuiert.

Beim Start einer Rakete kann einiges schief gehen. Zwar beförderte eine chinesische Rakete den Satelliten Gaofen 11 ordnungsgemäß in die Umlaufbahn, aber es kam dabei zum Absturz eines Raketenteils über einem bewohnten Gebiet. Es ist nicht das erste Mal, dass sich solche Unfälle bei der chinesischen Raumfahrt ereignen.

Um solche Szenarien zu verhindern, finden in anderen Ländern viele Raketenstarts nahe der Küste statt. In China ist das nicht der Fall. Dort konzentriert man sich aufs Landesinnere, was dazu führt, dass schon öfters Raketenteile über Wohngebieten abgestürzt sind. Diesmal geschah dies jedoch ohne vorhergehende Evakuierung der Bevölkerung. Ein fahrlässiger Schritt der Verantwortlichen, da die Treibstoffe, die dieser Raketentyp verwendet, gefährlich für den Menschen sein können, weil sie hochgiftige Stoffe beinhalten.

Aufnahmen von einem nahe gelegenen Schulhof

Wie Space.com berichtet, ereignete sich der Absturz im Dorf Lilong in der Gemeinde Gaoyao. Mehrere Bewohner hörten ein lautes Geräusch. Auf den Videos sieht man zunächst den Flug Richtung Erde und dann eine dichte, orange Rauchwolke. Die Rakete ist vom Typ Langer Marsch 4B. Eine weitere Einstellung wurde von einem Schulhof aus gefilmt, der sich ganz in der Nähe befindet. Auch Aufnahmen von der Absturzstelle sind vorhanden.

Der Satellit selbst soll zur Erdbeobachtung dienen und hochauflösende Fotos vom Erdboden machen können. Die Daten sollen – laut chinesischer Regierungsstellen – primär für Landvermessungen, Stadtplanung, Gestaltung des Straßennetzes sowie für Katastrophenschutz verwendet werden, und nicht für Überwachungsmaßnahmen.

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