Rakhat Aliyew war mit Medikamente vollgepumpt

Ein neues toxikologisches Gutachten, das von der Staatsanwaltschaft Wien angefordert wurde, zeigt, dass der verstorbene kasachische Politiker und Diplomat Rakhat Aliyew insgesamt fünf Medikamente bei seinem Tod im Körper hatte.

Zwei Schlafmittel, Paracetamol und Arzneien gegen Diabetes und Bluthochdruck wurden im Blut des im Februar in seiner Zelle in Wien-Josefstadt erhängten Aliyew festgestellt. Bei den Schlafmittel handelt es sich um Zolpidem und Bromazepan, wobei letzteres in der Medizin auch als Beruhigungsmittel gegen Angstzustände eingesetzt wird. Paracetamol wirkt schmerzstillend und fiebersenkend.

Rakhat Aliyew wurde am 30. Mai 2007 von der kasachischen Regierung nach Österreich ausgeliefert, wo er seit dem 1. Juni 2007 in Haft gesessen ist. Alijew wurd wegen der Gründung einer mafiösen Vereinigung in Abwesenheit von einem kasachischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt. Am 24. Februar 2015 wurde der kasachische Ex-Politiker erhängt im Nassbereich seiner Zelle gefunden.

"Aliyew wirkte nicht depressiv"

Unterdessen sagte am Freitag ein Häftling der Justizanstalt Wien-Josefstadt im Prozess um die angebliche Erpressung am kasachischen Ex-Botschafter aus, dass sich Aliyew nur wenige Stunden vor seinem Tod vier Dosen Cola auf der Krankenabteilung bestellt hat. Er soll zudem auch relativ fröhlich gewirkt haben und keine Anzeichen für einen Suizid gezeigt haben, von dem die Justiz bisher ausgeht.

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