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Hatte Austro-Randalierer im Dom gar kein Messer?

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:28

Ein Richter hat den Haftantrag gegen den schwer verletzten Österreicher abgelehnt. Der Grund: Es ist nicht sicher, dass der Mann ein Messer hatte, als die Polizisten abdrückten.

Seit Sonntag (3. Juni) liegt der 53-jährige Österreicher im Koma. Der Mann hatte im Berliner Dom randaliert und soll Menschen mit einem Messer bedroht haben. Als er sich nicht beruhigen wollte, und Pfefferspray keine Wirkung zeigte, wurde der Mann von der Polizei vor dem Altar niedergeschossen.

Videoaufnahmen aus dem Inneren des Doms zeigen, wie der Österreicher wütend um sich schlägt und geifernd Polizisten attackiert. Einer der bedrängten Beamten feuerte insgesamt vier Schüsse ab, traf den 53-Jährigen ins Bein und verletzte auch seinen Kollegen leicht – "heute.at" berichtete.

Der Fall hat jetzt eine spektakuläre Wende genommen. Denn wie die "Bild"-Zeitung berichtet, werden jetzt offenbar die Aussagen der amtshandelnden Beamten vom Ermittlungsrichter in Zweifel gezogen. Demnach sei nicht sicher, dass der Randalierer tatsächlich ein Messer bei sich geführt und die Polizisten bedroht habe. Aus diesem Grund wurde der beantragte Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zunächst abgeschmettert.

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Auch habe der Richter keine Mitteilung erhalten, ob am Tatort auch tatsächlich ein Messer sichergestellt wurde. Dadurch könne nicht genau bestimmt werden, was der 53-Jährige in der Hand hatte. Wegen dieser Zweifel wurde der Haftantrag abgelehnt.

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(red)