Erst in der 93. Minute gelang Rückkehrer Guido Burgstaller, der auch die Rapid-Kapitänsschleife trug, der erlösende 1:0-Siegtreffer per Kopf. Jonas Auer bereitete das Goldtor mit einer Maßflanke mustergültig vor. In den vorangegangenen 90 Minuten waren die Hütteldorfer gegen den Kärntner Drittligisten zwar tonangebend, aber zu selten gefährlich geworden. Grün-Weiß kam zu oft über die Flanken, die tief stehenden Treibacher machten die Räume eng. Eine gelungene Generalprobe für das Hinspiel in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation gegen den polnischen Vertreter Lechia Gdansk (Donnerstag) sieht anders aus.
Deshalb versprach auch Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer, den knappen 1:0-Erfolg aufzuarbeiten. "Es war ein typisches Cup-Spiel. Wenn man am Anfang nicht das Tor erzielt, wird es schwer, dann vergibt man die Chancen. Wir hatten viele offensive Standards, aus denen wir kein Kapital schlagen konnten. Das müssen wir aufarbeiten. Unterm Strich sind wir weiter. Über das Wie brauchen wir nicht diskutieren", so der Rapid-Betreuer im "ORF".
Gleichzeitig war Feldhofer erleichtert, dass Grün-Weiß vor dem wichtigen Europacupspiel nicht in die Verlängerung musste. Geschont wurde niemand. "Wir wollen den Cup ernst nehmen und ganz weit kommen. Dementsprechend haben wir uns auch vorbereitet", so Feldhofer.
Goldtorschütze Burgstaller war ebenso erleichtert: "Die Chancen für uns waren da. Wir hatten die Kontrolle. Vom Ergebnis her war es nicht souverän, aber vom Spiel her war es okay, nur die Tore haben gefehlt", meinte der Rapid-Angreifer. Rückschlüsse auf das Duell mit Lechia Gdansk seien aber schwer zu ziehen. "Es geht hier um den Aufstieg. Und das haben wir geschafft."