Rapid-Hexer Hedl der Beste: "Papa gibt mir gute Tipps"

Niklas Hedl ist aktuell Rapids Einser-Tormann.
Niklas Hedl ist aktuell Rapids Einser-Tormann.GEPA
Bei Rapid sorgen die Youngsters für Furore. Im Tor mauserte sich Niklas Hedl zu einem sicheren Rückhalt. Der Schlussmann im "Heute"-Talk.

Niklas Hedl lebt seinen Traum. Der 21-jährige Rapid-Tormann begann die Saison als "Einser" der zweiten Mannschaft. Seit Februar steht der 1,88 Meter große Keeper bei den Profis zwischen den Pfosten - und mauserste sich mit starken Paraden zum Fels in der Brandung.

Die Statistik zeigt: Nur Klagenfurt-Goalie Phillip Menzel hält im Schnitt mehr Bälle als Hedl. Werden die Schüsse innerhalb des Sechzehners abgefeuert, ist der grün-weiße Schlussmann sogar ligaweit der Beste.

"Überall ein Schippchen drauflegen"

"Ich denke, dass ich eine sehr gute Reaktionszeit habe. Und auch mit dem Fuß bin ich nicht der Schlechteste", schätzt Hedl im "Heute"-Gespräch seine Stärken ein. Verbessern könne er sich "bei allem ein bisschen. Ich kann überall noch ein Schippchen drauflegen."

Acht Mal lief Hedl seit der Verletzung von Paul Gartler für Rapid auf. Das Ziel? "Langfristig die Nummer eins zu sein. Wenn Paul zurückkommt, werden wir sehen, was passiert. Er hat natürlich auch das Recht und den Anspruch auf den Einser, hat viele tolle Partien gespielt", gibt sich der Youngster sportlich korrekt. 

Hedl trat bei Rapid in die Fußstapfen seines Vaters Raimund, der selbst 114 Spiele für die Hütteldorfer bestritten hat, später auch als Tormann-Trainer aktiv war. Der Sohnemann wohnt noch daheim, das Thema Fußball ist daher omnipräsent. 

"Ich sitze mit Papa aber nicht gemeinsam vor dem PC und analysiere Szenen. Das mache ich schon mit unserem Trainer, dem Jürgen Macho. Aber wenn Papa was auffällt, gibt er mir nach dem Spiel natürlich schon Feedback und gute Tipps. Generell ist es einfach ein Traum, dass er mir jetzt beim Spielen zuschauen kann, früher war es genau umgekehrt."

Auch beim österreichischen U21-Nationalteam, wo Raimund Hedl die Keeper betreut, kreuzen sich die Vater-Sohn-Wege. "Er hat natürlich sehr gute Fachkompetenzen. Er kennt sich aus, weiß, wovon er spricht."

Nach Niklas reift bei Rapid II bereits der nächste Hedl heran, allerdings im Sturm. Sein 19-jähriger Tobias lief heuer zwölf Mal in der 2. Liga auf. "Am ehesten würde ich ihn mit Thomas Müller vergleichen. Er ist unorthodox, ist für die Verteidiger sehr unangenehm. Er bewegt sich in Räume, die man nicht gleich sieht", beschreibt Niklas die Fähigkeiten seines Bruders. 

Bruder Tobias klopft an

Der Traum der beiden ist es, einmal gemeinsam für die Kampfmannschaft zu spielen. "Absolut, es ist nicht unrealistisch. Tobias hat viel Potenzial. Er war häufiger verletzt, aber wenn er jetzt länger fit bleibt, bin ich zuversichtlich", sagt Niklas, der Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen zu seinen Vorbildern zählt. "Ich schaue mir von vielen Tormännern was ab."

Für Rapid geht es in der Liga mit zwei Spielen gegen Sturm Graz weiter. Nur mit zwei Siegen ist realistisch, die Steirer von Rang zwei zu verdrängen. "Im Fußball ist alles machbar. Wir sind derzeit sehr gut drauf, warum soll es also nicht klappen. Die Tabelle sagt zwar, dass Sturm derzeit die zweitbeste Mannschaft ist, aber ich glaube, dass viele Mannschaften hinter Salzburg auf einem ähnlichen Niveau sind."

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