Der Abgang von Romeo Amane zu Anderlecht hinterließ im Rapid-Mittelfeld eine Lücke. Die Hütteldorfer kassierten für den 22-Jährigen laut "Sky" inklusive möglicher Boni 6,5 Millionen Euro, ein Nachfolger wurde vor Ende des Transferfensters aber nicht mehr verpflichtet.
Dabei waren die Grün-Weißen durchaus auf der Suche. "Es war sehr schwer, den richtigen Spieler zu finden. Sei es aus finanziellen Gründen oder wegen etwas anderem", erklärt Johannes Hoff Thorup vor dem Auswärtsspiel beim WAC.
Einen Transfer nur um des Transfers willen wollte der Däne vermeiden. "Ich denke, es wäre nicht richtig gewesen, jemanden zu verpflichten, der dann nur dritte oder vierte Wahl auf der Position gewesen wäre", stellt Thorup klar. Statt eines Kaderspielers für die Breite will er lieber den vorhandenen und vor allem jungen Profis Chancen geben.
Dass der ausgebliebene Amane-Ersatz bei Fans und Medien für Diskussionen sorgt, kann der Rapid-Coach nachvollziehen. "Ich verstehe und respektiere die Diskussionen über den fehlenden Mittelfeldspieler", sagt Thorup. Sein Fokus liege nun aber auf jenem Personal, das ihm zur Verfügung steht.
Neben Kapitän Matthias Seidl bieten sich im Zentrum Nicolas Bajlicz, Lorenz Szladits und Louis Schaub an. Martin Ndzie fehlt derzeit noch verletzt. Durch das Aus im Conference-League-Playoff fällt für Rapid zumindest die zusätzliche Belastung durch den Europacup weg.