Am Donnerstag machte der harte Kern des Hütteldorfer Anhangs allerdings eine komplette Kehrtwende. Im Heimspiel gegen Altach am Samstag - der Premiere von Interimscoach Steffen Hofmann - werden die Ultras ihren Support-Boykott dann beenden.
Die Unterstützung wird allerdings anders aussehen, als gewohnt. "Wir werden auf Gruppentransparente, Fahnen und Doppelhalter verzichten. Wie schon in vergangenen Krisenzeiten konzentrieren wir uns aufs Wesentliche: Bestmöglich zum Wohl des SK Rapid beizutragen", erklärten die Ultras das Protest-Ende.
Rückblickend unterstrichen die Ultras, dass über den Protest gegen die 2G-Regel "lange und kontrovers" diskutiert worden sei. Die Entscheidung sei "alles andere als leichtfertig" getroffen worden. Es sei zum damaligen Zeitpunkt "die beste unter vielen schlechten Herangehensweisen" gewesen.
"Wir lehnen es nach wie vor ab, dass nicht alle Rapid-Fans, die dies auch wollen, ins Stadion dürfen. Dagegen werden wir immer ankämpfen - egal ob es um Stadionverbote, Kollektivstrafen, überhöhte Eintrittspreise oder die aktuellen coronabedingten Einschränkungen geht", hielt der Block West fest, gleichzeitig habe man sich "in den letzten Wochen in eine Situation manövriert, die uns selbst wahnsinnig macht und obendrein niemandem etwas bringt", schrieben die Ultras weiter. Und wurden noch deutlicher: "Das aktuelle Handeln bringt uns kein bisschen voran."
"Es fühlt sich falsch an, nicht im Stadion zu sein", hieß es weiter. Nachdem die Ultras davon ausgehen, dass sich in den nächsten Wochen und Monaten die Verordnungen noch mehrmals ändern werden, will der grün-weiße Anhang "vernünftig und an die jeweilige Situation angepasst" entscheiden.