Rapid-Wahl: Fragen erlaubt, aber Kandidaten unbekannt

Rätselraten bei den Rapid-Mitgliedern: An welche Präsidiums-Kandidaten sollen Fragen gerichtet werden?
Rätselraten bei den Rapid-Mitgliedern: An welche Präsidiums-Kandidaten sollen Fragen gerichtet werden?GEPA
Im Oktober finden bei Rapid die Kandidaten-Hearings vor den Präsidiums-Wahlen statt. Eine Anfrage an die Mitglieder sorgt für Irritationen.

Wer soll Rapid aus der Krise in eine erfolgreiche Zukunft führen? Nach dem angekündigten Rücktritt des Präsidiums rund um Martin Bruckner läuft der Countdown zu den Wahlen. Im November sollen die Rapid-Mitglieder eine neue Führung küren. Aktuell sind vier Listen im Rennen. Am 4. und 7. Oktober sollen die Hearings der Kandidatinnen und Kandidaten stattfinden. Dazu gibt es jetzt eine Information des Wahlkomitees an die Mitglieder. Darin enthalten ist eine Aufforderung, die für Irritationen sorgt.

In der Aussendung heißt es, dass das Wahlkomitee auch den Mitgliedern die Möglichkeit geben will, Fragen an die Kandidaten einzubringen. Die Frist dazu läuft bis zum 30. September. Die Kandidaten sollen sich bei den Hearings zu folgenden Themen äußern: Sportliche Entwicklung, grundsätzliche wirtschaftliche Überlegungen, Stärken und Kompetenzen ihres Teams, Weiterentwicklung der Organisation und der Vereinskultur sowie gesellschaftliche Entwicklung des Vereins.

Das Problem ist jedoch: Die Kandidaten sind unbekannt. Rapid stellte im Vorfeld klar, dass Kandidaten von der Wahl ausgeschlossen werden können, wenn sie sich bis 21. September an die Öffentlichkeit wenden. Doch auch danach wurde keine Liste offiziell gemacht. Eine Liste von Klub-Ikone Steffen Hofmann mit Investor Michael Tojner und Ex-ORF-Boss Alexander Wrabetz als Präsidentschaftskandidat gilt als offenes Geheimnis. Präsidiums-Mitglied Stefan Singer soll eine weitere Liste anführen. Über die weiteren Kandidaten ist wenig bekannt.

Die Sinnhaftigkeit von Fragen an unbekannte Kandidaten darf somit bezweifelt werden. Die Wahl-Kommission verspricht jedenfalls in der Aussendung, im Anschluss an die Hearings "eine Bewertung der Bewerberlisten in einer nachvollziehbaren Matrix" vorzunehmen. Nach der Auswertung soll das weitere Vorgehen "zeitnah festgelegt und an die Mitglieder kommuniziert" werden.

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