Rapper Freddie Gibbs von Missbrauch freigesprochen

Bild: Picturedesk

Freitagvormittag hat am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den US-Rapper Freddie Gibbs begonnen - und hatte am frühen Nachmittag bereits ein Urteil. Gegen ihn wurde Anklage wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person erhoben, er wurde im Prozess aus Mangel an Beweisen "im Zweifel" freigesprochen.

Freitagvormittag hat am Wiener Straflandesgericht der begonnen - und hatte am frühen Nachmittag bereits ein Urteil. Gegen ihn wurde Anklage wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person erhoben, er wurde im Prozess aus Mangel an Beweisen "im Zweifel" freigesprochen.

Um 9 Uhr startete der Prozess gegen Freddie Gibbs im Saal 211 des Straflandesgerichts Wien. Die Verhandlung war bis 14 Uhr anberaumt. Das Urteil gab es bereits kurz vorher, es lautete auf Freispruch, noch nicht rechtskräftig. Gibbs stand im Verdacht, sich am 5. Juli 2015 nach einem Auftritt in der " Grellen Forelle " an einer damals 17-Jährigen vergangen zu haben. 

Der Musiker hatte sich "nicht schuldig" bekannt. Seine Rechtsvertreter haben mehrfach betont, es gebe in diesem Fall "keine objektivierten Beweise", dass der 34-Jährige überhaupt Sex mit dem halb so alten Mädchen hatte. Die 17-Jährige hatte Gibbs erst acht Monate nach dem angeblichen Missbrauch angezeigt. Ihrer Darstellung zufolge war ihr erst im Zuge von Flashbacks wieder in Erinnerung gekommen, dass sich nicht nur der Security-Mitarbeiter, sondern zuvor auch der Rapper an ihr vergangen hatte.

Security in USA nicht greifbar

Er soll das Mädchen und ihre 16 Jahre alte Begleiterin schon während des Gigs im Visier gehabt haben. Backstage bekamen die Teenager alkoholische Getränke vorgesetzt. Der Rapper soll den angeschlagenen Zustand der Mädchen ausgenützt haben, um sie mit seiner Entourage mit ins Hotel zu bringen.

Laut Anklage soll Gibbs dort in seinem Zimmer mit dem älteren Mädchen gegen ihren Willen geschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben. Die 17-Jährige war - so die Staatsanwältin in ihrer Anklageschrift - aufgrund ihres benommenen Zustands nicht mehr in der Lage zu reagieren und sich zur Wehr zu setzen. Ein Leibwächter des Rappers soll sich währenddessen nebenan an der 16-Jährigen vergangen und sich im Anschluss auch noch dem zweiten Mädchen zugewandt haben. 

Dass der Security-Mitarbeiter mit den Jugendlichen - offenbar ungeschützten - Sex hatte, dürfte aufgrund eines DNA-Tests feststehen. Auf Grund seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten ist der Mann für die Justiz aber nicht greifbar.

Gibbs gegen Kaution frei

Freddie Gibbs wurde während einer neuerlichen Europa-Tour im Frühjahr auf Basis eines von der Wiener Justiz erlassenen Europäischen Haftbefehls am 2. Juni in Toulouse festgenommen und am 31. Juli an Österreich ausgeliefert. Gegen Hinterlegung einer Kaution von 50.000 Euro und Abgabe seines Reisepasses wurde er eine Woche vor dem Prozess aus der U-Haft entlassen.

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