Raser sollen künftig bis zu 5.000 Euro Strafe zahlen

Politik sagt Rasern den Kampf an.
Politik sagt Rasern den Kampf an.iStock (Symbol)
Illegale Straßenrennen, Raser im Ort oder auf der Autobahn - die Politik berät nun über härtere Sanktionen gegen Temposünder.

Illegale Straßenrennen, 90 km/h oder mehr im Ortsgebiet oder Raser auf der Autobahn, die ihrer vollkommenen Selbstüberschätzung unterliegen, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Wenn sich Mitte September die Verkehrsreferenten der Bundesländer zu ihrer turnusmäßigen Konferenz treffen, werden sie genau darüber beraten. Ziel ist eine härtere Sanktionierung extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen. Aus Niederösterreich kommt Unterstützung für diesen Vorstoß vom Salzburger Landesrat Stefan Schnöll.

"Mit größtmöglicher Härte reagieren"

„Wer das Leben anderer auf derartig verantwortungslose Weise gefährdet, der soll angemessen bestraft werden können“, hält NÖ-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (VP) fest. „Das Verwaltungsrecht muss auf diese extremen Temposünder mit größtmöglicher Härte reagieren, wenn das Strafrecht an seine Grenzen stößt.“

Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und Landesrat Ludwig Schleritzko (r.).
Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und Landesrat Ludwig Schleritzko (r.).Büro LR Schleritzko

Längerer Führerscheinentzug

Gefordert werden etwa die Anhebung des Höchststrafsatzes von derzeit 2.180 Euro auf 5.000 Euro oder die Verdoppelung der Mindestentzugsdauer der Lenkberechtigung von derzeit zwei auf vier Wochen, wenn Raser mit 40 km/h zu viel im Ortsgebiet, bzw. 50 km/h im Freiland unterwegs sind. Auch eine Erhöhung der gesamten Entzugsdauer steht im Forderungskatalog der Landesräte. Gerade was die Bestrafung von Unbelehrbaren angeht, will man auch mit einer Ausweitung des Wiederholungszeitraums von zwei auf vier Jahre vorbeugen.

"Es geht uns um die wirklichen Raser"

„Die Maßnahmen zielen klar auf jene ab, die ohne Rücksicht auf Verluste unterwegs sind und denen die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer vollkommen egal ist. Es geht uns bewusst um die wirklichen Raser und nicht diejenigen, die mit ein paar km/h zu viel gemessen werden“, so Schleritzko.

Illegales Rennen im Bezirk Lilienfeld

Lasermessungen der Exekutive hatten erst vergangene Woche ein Autorennen im Bezirk Lilienfeld gestoppt. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich waren zwei junge Männer mit 106 km/h bzw. 105 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h im Ortsgebiet von Eschenau unterwegs.

Duo wurde angezeigt

Bei den Schnellfahrern handelte es sich laut Polizei um einen 20-Jährigen mit Probeführerschein und einen 18-Jährigen ohne Lenkerberechtigung. Das Duo gab zu, dass es einander ein Rennen geliefert hatte. Beide wurden angezeigt. Der Vorfall datiert vom frühen Donnerstagabend vergangener Woche.

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