Fussball

Rassismus? "Beim Einkaufen, sogar schon am Spielplatz"

Die Rassismus-Debatte ist nach dem Tod von George Floyd akteller denn je. Dortmund-Star Manuel Akanji spricht über Alltagsrassismus.
Heute Redaktion
13.06.2020, 11:22

Der Schweizer Fußballprofi Manuel Akanji von Bundesligist Borussia Dortmund hat entschiedenes Handeln bei rassistischen Vorfällen im Fussball gefordert. "Auf Vereinsebene müsste man vielleicht versuchen, mit dem eigenen Fanklub darüber zu reden und klare Richtlinien abgeben, was okay ist und was überhaupt nicht geht", sagte der 24 Jahre alte Verteidiger am Freitagabend in der Sendung "Arena" des SRF.

"Ich verstehe auch, dass sie nicht immer alles kontrollieren können, doch im schlimmsten Fall müsste vielleicht auch der Schiedsrichter das Spiel abbrechen, wenn es irgendwie gar nicht mehr geht."

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Akanji sprach in der Sendung unter anderem über seine Wut und die Hoffnung auf einen Wandel nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA. "Ich wünsche mir, dass endlich Taten folgen. Dass Rassismus vermehrt aufgedeckt und verurteilt wird", sagte er.

"Rassismus ist ein Alltagsproblem, nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz", stellte er klar. Er selbst habe Rassismus "auch schon oft im Alltag" erlebt. Beispiel: "Wenn ich nach draußen gehe, um einzukaufen. Es geschieht überall im Alltag, sogar schon bei den Kindern auf dem Spielplatz." 

Sein Appell: "Da muss einfach eine Bereitschaft da sein, sich zu hinterfragen, nicht wegzuschauen und vor allem sich auch für andere einzusetzen."