Muslimas am häufigsten von Rassismus betroffen

Den Eindruck, dass Österreicher immer islamfeindlicher werden, könnte man angesichts des aktuellen Falls von Asma leicht bekommen. Ist das wirklich so?

Als eine junge Frau von einer Reise aus Istanbul zurück in Wien gelandet war, soll sie am Flughafen von einem Beamten rassistisch beleidigt worden sein. Ihr Protest-Video ging viral, tausende Menschen kennen nun die Story von Asma.

Asmas Geschichte ist kein Einzelfall. Der Rassismus Report 2017 zeigt, dass die Zahl der antimuslimischen bzw. islamfeindlichen Vorfälle in nur einem Jahr um 21 Prozent zugenommen hat – "heute.at" berichtete.

Besonders häufig betroffen sind dabei Frauen – in 98 Prozent der Fälle sind die Opfer weiblich.

Die meisten Fälle wurden in Wien verzeichnet: 174 von 195 Fälle ereigneten in der Bundeshauptstadt. Mit 30 Prozent stellt die Hate Speech bzw. Verhetzung den größten Anteil des antimuslimischen Rassismus dar, dicht gefolgt von verbalen Angriffen. Auch Beschmierungen an Hauswänden haben enorm zugenommen (von 7 auf 19 Prozent) – einige Beispiele sind in der Fotostrecke oben zu sehen.

Hier ein paar Fakten:

Auch ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) berichtet im Rassismus Report 2017 über einen Anstieg von Islamfeindlichkeit. ZARA verzeichnete im Jahr 2017 insgesamt 1.162 rassistische Vorfälle, wovon mehr als ein Drittel (38 %) online stattgefunden und sich insbesondere gegen Geflüchtete Personen und Muslim*innen gerichtet hat.

Zum Download:

+++ Rassismus Report von ZARA +++

+++ Antimuslimischer Rassismus Report +++

(red)

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