Rassisten-Demo – Auto fährt in Menschenmenge

Der Gouverneur von Virginia hat wegen einer Kundgebung von Anhängern einer weißen Vorherrschaft den Ausnahmezustand erklärt.

Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen haben sich im US-Bundesstaat Virginia gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert.

Beide Seiten gingen am Samstag in der Stadt Charlottesville mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Die Polizei sprach auf Twitter von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus.

Nach den Ausschreitungen ist ein Auto in eine Menschengruppe gerast. Augenzeugen sprachen von mehreren Verletzten. Wie der Bürgermeister der Stadt Charlottesville via Twitter mitteilt, ist mindestens eine Person ums Leben gekommen sein. Mehrere seien verletzt in Spitäler gebracht worden, berichtete der Sender CNN.

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg. Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Tränengas und Festnahmen

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

Der US-Präsident richtete sich mit einem Tweet an die Demonstranten. Darin verurteilt er den Hass: Man müsse vereint sein. In den USA habe es keinen Platz für diese Art von Gewalt, so Trump.

(nag/afp)

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