Knalleffekt im nordamerikanischen Fußball. Top-Klub LA Galaxy trennt sich von Legionär Aleksander Katai. Der Serbe wird wegen rassistischen und gewaltverherrlichenden Social-Media-Beiträgen seiner Ehefrau vor die Tür gesetzt.
Seine Gattin hat die geschmacklosen Hass-Postings mittlerweile gelöscht. Der Inhalt wird bewusst nicht wiedergegeben. Katai musste am Donnerstag bei seinem Klub zum Rapport und entschuldigte sich daraufhin öffentlich: "Ich teile diese Ansichten nicht - und sie werden in meiner Familie nicht toleriert!"
Die Sache ist damit nicht gegessen. Offiziell kommt es zur einvernehmlichen Trennung. LA Galaxy macht in seinem Klub-Statement aber klar, dass eine weitere Zusammenarbeit wohl keine Option mehr war: "Galaxy steht entschieden gegen Rassismus jeglicher Art, gegen Rassismus, der Gewalt fordert oder die Bemühungen derjenigen herabsetzt, die sich für Gleichstellung engagieren."
In den USA kommt es derzeit zu Massenprotesten, in der Folge zu weltweiten Demonstrationen, gegen Rassismus und Polizeigewalt. Vergangene Woche war der dunkelhäutige US-Bürger George Floyd durch eine gewaltsame Amtshandlung eines weißen Polizisten ums Leben gekommen. Der Polizist wurde wegen Mordes angeklagt, drei seiner Kollegen wegen Beihilfe - sie waren nicht eingeschritten.