In der nordfranzösischen Stadt Roubaix ist eine querschnittgelähmte Jugendliche am vergangenen Samstag in ihrem eigenen Bett von einem Schwarm Ratten attackiert worden.
"Überall war Blut", klagte der Vater des 14-jährigen Opfers gegenüber "La Voix du Nord". In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte ein Rudel Ratten seine Tochter Samantha im Schlaf überfallen. "Gegen 7 Uhr morgens fanden wir sie in einem Meer von Blut", so Vater Jerome. Die Jugendliche hatte insgesamt 225 Bisswunden am ganzen Körper erlitten.
"Wegen ihrer Krankheit, ist sie gegenüber Schmerzen weniger empfindlich, als wir es sind. Sie muss gefühlt haben, wie die Ratten über sie herfielen, aber sie hatte nicht die Geistesgegenwart, um uns zu Hilfe zu rufen."
Auf Tollwut getestet
Die Kleine musste nach der blutigen Attacke schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und auf Tollwut getestet werden. Ihr Vater berichtet von der Behandlung: "Sie hat eine ganze Palette Impfstoffe erhalten. Ihre Fingerspitzen sind aufgedunsen, die Tollwut-Ergebnisse sind wahrscheinlich positiv. Die Wunden müssen jetzt heilen."
Inzwischen hat der besorgte Vater auch eine Anzeige gegen den Vermieter des Hauses und die Stadtgemeinde von Roubaix eingereicht. Er hätte diese schon in der Vergangenheit mehrmals aufgefordert, einen Müllberg in der Nähe endlich zu entfernen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung wegen "menschenunwürdiger Wohnsituation" angeordnet. (rcp)