Drei Salzburger waren Ende Mai in Zürich wegen "Vorbereitungen eines Raubes" auf ein Juwelier-Geschäft in U-Haft genommen worden. Seit Donnerstag befinden sich zwei Männer wieder auf freiem Fuß. Der dritte Verdächtige, ein 64-Jähriger, sitzt nach wie vor hinter Gittern. Er soll bei der Festnahme Drohbriefe, eine Waffe und scharfe Munition bei sich getragen haben.
Drei Salzburger waren Ende Mai in Zürich wegen "Vorbereitungen eines Raubes" auf ein Juwelier-Geschäft in U-Haft genommen worden. Seit Donnerstag befinden sich zwei Männer wieder auf freiem Fuß. Der dritte Verdächtige, ein 64-Jähriger, sitzt nach wie vor hinter Gittern. Er soll bei der Festnahme Drohbriefe, eine Waffe und scharfe Munition bei sich getragen haben.
Der Salzburger Rechtsanwalt Karl Wampl bestätigte am Freitag, dass sein Mandant, ein 45-jähriger Gastronom, aus der Haft entlassen wurde. Er wisse aber nicht, ob das Verfahren gegen den Gastronomen nun eingestellt sei oder nicht. Er gehe davon aus, dass der 45-Jährige deshalb enthaftet worden sei, weil kein dringender Tatverdacht mehr bestehe, sagte Wampl.
Sein Mandant streite die Vorwürfe ab. "Er hat gesagt, er hat damit nichts zu tun." Der Mann sei rund sechs Wochen lang "für nichts gesessen", zeigte sich der Anwalt verärgert. Der Salzburger Advokat hatte am Donnerstagabend auch erfahren, dass der zweite Verdächtige, ein 47-jähriger, frühpensionierter Polizist, ebenfalls aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Der dritte Verdächtige - ein 64-jähriger ehemaliger Imbisstand-Betreiber - befinde sich allerdings in der Schweiz noch hinter Gittern.
64-Jähriger trug Waff und Drohbriefe bei sich
Das Trio wurde am 28. Mai vor einem Juweliergeschäft in Zürich festgenommen. Der ehemalige Imbissstand-Betreiber soll eine Waffe und Drohbriefe bei sich getragen haben. Ein Raubüberfall wurde aber nicht verübt. Nach dem Informationsstand von Rechtsanwalt Wampl trug der 64-jährige Salzburger offenbar auch eine scharfe Munition und Spiel-oder Falschgeld mit sich.
Der Gastronom und der pensionierte Polizist hätten davon aber nichts gewusst und seien völlig überrascht gewesen, als die Schweizer Polizisten die Gegenstände sichergestellt hatten. Warum die Salzburger im Mai nach Zürich gereist waren, begründete Wampl so: Sein Mandant habe dort beim Weltfußballverband FIFA ein Patent für eine Schutzschale für Fußballschuhe anmelden wollen.
Angeblich Termin mit der FIFA in Zürich
Der 64-Jährige habe dem Gastronomen mitgeteilt, dass der Termin mit der FIFA in Zürich stehe. Wie sich dann herausgestellt habe, "hat es gar keinen Termin gegeben", erklärte der Rechtsanwalt. Die Aussagen des 64-Jährigen seien widersprüchlich, "ich weiß nicht, was der wollte", sagte Wampl. Die Staatsanwalt IV des Kantons Zürich hält sich dazu weiterhin bedeckt. Aus Gründen der Amtsverschwiegenheit gebe es keine Auskunft, sagte am Freitag ein Sprecher.