Einem Augenzeugen hatte sich am 10. April in Leobersdorf (Baden) ein kurioses Bild geboten: Ein Mann mit Perücke und Kunstbart hüpfte nervös vor einer geschlossenen Bank hin und her.
Intuitiv rief der Zeuge die Polizei, Beamte fassten Thomas R. (35) und der legte prompt ein Geständnis ab: Nach dem ersten Überfall auf eine Wiener Bank Ende März wollte er diesmal in Leobersdorf sein Glück versuchen. Nur: Die Bank hatte noch nicht offen.
Vor Gericht am Montag in Wr. Neustadt legte Thomas R. eine "Beichte" in schönstem Deutsch ab: "Ich habe mich beim Hausbau übernommen. Die Schulden haben mich einfach erdrückt." Das rechtskräftige Urteil: vier Jahre Haft. Mildernd neben dem Geständnis: Der 35-Jährige hatte eine Spielzeugwaffe verwendet.